Oxythyrea funesta Poda, 1761: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Mai 2020, 11:44 Uhr

Navigation
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Oxythyrea funesta Poda, 1761 - Trauer-Rosenkäfer, zlatne mare

Ab Ende März bis Anfang April schlüpfen die kleinen Käfer und kriechen hungrig aus ihrem Winterquartier. Ab April findet man sie in vielen Blüten, wo sie sich am Pollen satt fressen. Bei Rosenfreunden sind sie deshalb nicht sehr beliebt, weil sie die Blüten komplett zerrupfen um auch alles zu bekommen.

Die jungen Käfer sind dicht borstig behaart, und wenn sie in der Blüte von Dorycnium hirsutum Seringe, 1825 - Weißer Backenklee, dlakava španska detelja sitzen, dann sehen sie wie kleine Wuschel aus. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate verlieren sie ihre Haare, die Cuticula ist dann glänzend schwarz.


Oxythyrea funesta Poda, 1761 - Mediterranean spotted chafer, zlatne mare

From the end of March to the beginning of April the little beetles hatch and hungry crawl out of their wintering grounds. From April you can find them in many flowers, where they feed on pollen. They are not very popular with rose friends because they completely pull off the flowers to get everything.

Young young beetles are covered with light bristles, and when sitting in the blossom of a hairy canary-clover, they look like tousled. This hair they will lose the following weeks and months and the cuticle will be shiny black.


Systematik



Trivialnamen

  • Deutsch: Trauer-Rosenkäfer
  • Kroatisch: zlatne mare
  • Englisch: Mediterranean spotted chafer, white-spottet rose beetle
  • Französisch: cétoine grise, drap mortuaire
  • Italienisch: cetoniella
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: brunidora, escarabajo del sudario
  • Tschechisch zlatohlávek tmavý
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Oxythyrea funesta Poda, 1761


Namensherkunft

  • Griechisch oxy = scharf, herb aber auch Sauerstoff verbrauchend
  • Thyrea war eine griechische Stadt in der Peloponnes
  • Lateinisch funesta = Unheil bringend, traurig, tödlich


Schutzstatus

  • Oxythyrea funesta Poda, 1761 ist in Kroatien weder gefährdet noch geschützt.
  • In Österreich und Deutschland ist er hoch gefährdet und steht auf der Roten Liste. Dies sehe ich aber als nicht gerechtfertigt, da er hier ein Einwanderer ist.


Basionym

  • Scarabaeus funesta Poda, 1761


Synonyme

  • Cetonia stictica Linné, 1767
  • Scarabaeus sticticus Linné, 1767


Morphologie und Größe

Habitus

  • Mittelgroßer, breiter Blattkäfer. Elytren und Halsschild glänzend.
  • Junge Käfer sind stark behaart.
  • Halsschild mit kleinen Dellen, Elytren gefurcht.
  • Größe: bis 40 mm
  • Farbe: Die Grundfarbe ist schwarz. Auf den Elytren und der Unterseite zahlreiche, unregelmäßig geformte weiße Tupfen. Auf dem Halsschild zwei Längsreihen aus feinen weißen Tupfen.


Lebensweise, Ernährung

  • Die Käfer dringen tief in die Blüte ein, um an den begehrten Pollen zu kommen. Dadurch sind sie oft über und über mit Pollen bestäubt. Da sie beim Fressen nicht gerade fein umgehen, zerstören sie oft die ganze Blüte.
Alcea rosea Linné, 1753 - Stockrose, ružičasti bijeli sljez
Carduus nutans Linné, 1753 - Nickende Distel, badelj
Carduus pycnocephalus Linné, 1753 - Knäuelköpfige Distel, sitnoglavičasti stričak
Cistus incanus Linné, 1753 - Graubehaarte Zistrose, rdeči brškin
Dorycnium hirsutum Seringe, 1825 - Weißer Backenklee, dlakava španska detelja
Euphorbia spinosa Linné, 1753 - Dornige Wolfsmilch, trnovita mlječika
Leucanthemum vulgare Lamarck, 1778 - Margerite, obična ivančica
Onopordum illyricum Linné, 1753 - Illyrische Eselsdistel, ilirski kravačac
Ranunculus bulbosus Linné, 1753 - Knolliger Hahnenfuß, lukovičasti žabnjak
Rubus ulmifolius Schott, 1818 - Mittelmeer-Brombeere, seoska kupina
Rosa agrestis Savi, 1798 - Acker-Rose
Rosa canina Linné, 1753 - Hundsrose, pasja, ružadivlja ruža
Rosa gallica Linné, 1759 - Essigrose, galska ruža


  • Die Larven leben im Erdboden und ernähren sich hauptsächlich von Wurzeln wilder Pflanzen.
  • Hauptaktivität: von Ende März bis Juni


Fortpflanzung, Entwicklung

  • Das Weibchen legt die Eier auf den Boden.
  • Die Larven kriechen in die Erde und leben dort bis zur Verpuppung. Sie überwintern.
  • Im Frühjahr schlüpfen die adulten Käfer und suchen sich eine Pflanze nach Gusto.
  • Junge Käfer sind noch dicht behaart, diese Borsten verlieren sie im Laufe der Zeit.
  • 2020 sind die Käfer ungewöhnlich klein, der Winter scheint für Larven nicht optimal gelaufen zu sein.






Ökologie








Lebensraum

Vir 05/2012
  • Der Trauer-Rosenkäfer ist ein richtiger Sonnenanbeter, er mag es trocken, warm und natürlich sonnig.
  • Deshalb sind seine Habitate auch Trockenrasen mit niedrigem Bewuchs. Hier dürfen allerdings seine Wirtspflanzen nicht fehlen.









Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Mittelmeerraum, Nordafrika
  • Weitere Vorkommen: er wandert Richtung Norden. Mein erster Fund in Deutschland war in Rötz, Oberpfalz – siehe Bilder
  • Fundort: Kroatien – Prokike, Vir, Nin











Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj