Cistus incanus Linné, 1753

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Vir 05/2013
  • In Kroatien gibt es zwei Unterarten dieser Species:
✔ Cistus incanus Linné, 1753 subsp. creticus mit gekrausten Blättern. Die Stängel sind nicht lang behaart. Diese Unterart habe ich auf Vir gefunden.
✔ Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus mit glatten Blättern sowie einem dicht behaarten Stängel. Diese Unterart habe ich in Zadar gefunden.



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Graubehaarte Zistrose, Kretische Zistrose
  • Kroatisch: rdeči brškin
  • Englisch: hoary rock rose
  • Französisch: ciste de Crète
  • Italienisch: cisto rosso
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

  • Cistus incanus Linné, 1753 – Laut The Plant List
  • Wikispecies beschreibt sie als Cistus × incanus Linné, 1753, also als Hybride von Cistus albus Linné, 1753 und Cistus crispus Linné, 1753. Der wissenschaftliche Name soll Cistus creticus Linné, 1762 sein.
  • In Kroatien gibt es zwei Unterarten dieser Species:
✔ Cistus incanus Linné, 1753 subsp. creticus mit gekrausten Blättern. Die Stängel sind nicht lang behaart. Diese Unterart habe ich auf Vir gefunden.
✔ Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus mit glatten Blättern sowie einem dicht behaarten Stängel. Diese Unterart habe ich in Zadar gefunden.


Namensherkunft


Basionym

  • Cistus incanus Linné, 1753


Synonyme

  • Cistus × incanus f. albiflorus Delipavlov & Cheshmedjiev, 1997
  • Cistus creticus Linné, 1753
  • Cistus villosus Linné, 1753


Schutzstatus

Cistus incanus Linné, 1753 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe von Cistus incanus Linné, 1753 subsp. creticus

Habitus

Habitus, Vir 05/2012
  • Niedrig wachsender, ausladender Strauch.
  • Vor allem die Blätter sind dicht drüsig behaart.
  • Höhe: bis 80 cm









Die Blüte

Blüte, Vir 05/2014
  • Die großen Blüten stehen endständig, oft ragt der Stängel über den Strauch hinaus.
  • Die Blüten stehen meist einzeln, seltener zu mehreren.
  • Die Knospe wird von 5 Kelchblättern eingefasst, die bis zur Fruchtreife stehen bleiben.
  • Die fünf Kronblätter sind löffelförmig und sehen zerknautscht aus.
  • Die oben verdickte Narbe wird von zahlreichen gelben Staubblättern umgeben.
  • Blütezeit : Mai
  • Durchmesser der Blüte: bis 50 mm
  • Blütenfarbe: rosa bis zartviolett










Die Frucht

Frucht, Vir 05/2012
Frucht, Vir 05/2012
  • Die Kapselfrüchte sind anfangs grün, werden dann rötlich.
  • Zur Reife verholzen sie und sind dann braun.
  • Sie springen dann sternförmig auf.
  • Reifezeit: Ab Juni








Das Blatt

Blatt, Vir 12/2012
  • Die ovalen Blätter sind kurz gestielt.
  • Sie sitzen gegenständig.
  • Sie sind dicht behaart und fleischig dick.
  • Der Rand ist gekerbt.









Der Stängel

Stängel von Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus, Zadar 04/2014
  • Die Stängel sind mehr oder weniger gerade und kreisrund.
  • Sie sind behaart.
  • An der Basis der Pflanze verholzen sie.










Morphologie und Größe von Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus

Die Blüte

CistusIncan ssp. erio Zad 140424 2498.jpg
CistusIncan ssp. erio Zad 140424 2499.jpg








Das Blatt

Blatt, Vir 12/2012
  • Im Unterschied zur o.g. Unterart sind die Blätter glatt.








Der Stängel

Stängel von Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus, Zadar 04/2014
  • Der Stängel trägt neben den kürzeren Sternhaaren noch lange, zottige Haare.













Ökologie

  • Die Blüten werden von zahlreichen Insekten besucht:
Vir 05/2013
Oxythyrea funesta Poda, 1761 - Trauer-Rosenkäfer, zlatne mare labt sich am Pollen.
✔ Aber auch verschiedene Bienen aus der Ordnung Hymenoptera Linné, 1758 - Hautflügler, opnokrilci besuchen die Blüten.
✔Die parasitischer Pflanze Cytinus hypocystis Linné, 1753 - Gelber Zistrosenwürger, bušinova ozorinka macht sich ein schönes Leben und zapft das Wurzelsystem dieses Strauchs an.








Cistus incanus Linné, 1753 ist Raupenfutterpflanze für folgende Vertreter der Ordnung Lepidoptera Linné, 1758 – Schmetterlinge, leptiri:

✔ Triberta cistifoliella Groschke, 1944 - ernährt sich von den Blättern
✔ Parafomoria pseudocistivora van Nieukerken, 1983 - Miniert die Blätter
✔ Coleophora confluella Rebel, 1892 - bildet Blatttüten.



Lebensraum

Vir 04/2016
  • Garrigue und freie, sonnenexponierte Flächen.
✔ F6.2 – Östliche Garrigues
✔ F5.4 Spartium junceum Strauchland
✔ F6.331 – Illyrische Garrigue an der adriatischen Küste












Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Mittelmeerraum, da eher im östlichen Teil.
  • Weitere Vorkommen:
  • Fundort: Kroatien – Zadar und Vir



Nutzung

  • Cistus incanus Linné, 1753 ist eine der ältesten Heilpflanzen. Vor allem dem Tee wird eine Wirkung gegen vielerlei Wehwehchen zugeschrieben.
  • Die Blätter enthalten Gerbstoffe und Flavonoide, die antiviral wirken sollen.
  • Den höchsten Wirkstoffgehalt hat vermutlich die Unterart Cistus incanus Linné, 1753 ssp, tauricum, die in Griechenland wächst.


Weitere Arten der Gattung in Kroatien:

✔ Cistus incanus L. ssp. corsicus (Loisel.) Heywood, 1968
Cistus incanus L. ssp. creticus (L.) Heywood, 1968
Cistus incanus Linné, 1753 subsp. eriocephalus
✔ Cistus incanus L. ssp. incanus Linné, 1753 – soll laut EoL ein Synonym von C. incanus sein.
Cistus monspeliensis Linné, 1753 - Montpelliers Zistrose, ljepivi bušina
Cistus salviifolius Linné, 1753 - Salbeiblättrige Zistrose, kaduljasti bušin






Links und Literatur

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj