Quercus ilex Linné, 1753: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Holz der Stein-Eiche ist sehr hart. Außerdem enthält es viel Tannin als Schutz gegen Insekten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Holz vor allem in Wien für die Herstellung von Möbeln verwendet. Hier ein Buffet aus den 30er Jahren.  
 
Das Holz der Stein-Eiche ist sehr hart. Außerdem enthält es viel Tannin als Schutz gegen Insekten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Holz vor allem in Wien für die Herstellung von Möbeln verwendet. Hier ein Buffet aus den 30er Jahren.  
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Aber auch als Brennholz wurde und wird die Steineiche heute noch verwendet. Dafür werden allerdings die Bäume nicht gefällt sondern nur einzelne Äste herausgeschnitten. Damit bleibt die Pflanze erhalten und treibt im kommenden Jahr wieder nach.
  
 
Heute findet man sie vermehrt als [[Zierpflanzen|<span style="color:purple">'''Zierpflanze''']] in Gärten. Die milderen Winter ermöglichen ihr Überleben, außerdem wächst sie ausgesprochen langsam und kann auch gut durch einen Schnitt in Form gehalten werden.  
 
Heute findet man sie vermehrt als [[Zierpflanzen|<span style="color:purple">'''Zierpflanze''']] in Gärten. Die milderen Winter ermöglichen ihr Überleben, außerdem wächst sie ausgesprochen langsam und kann auch gut durch einen Schnitt in Form gehalten werden.  

Version vom 16. Januar 2020, 11:13 Uhr

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Vir 0/2013



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Stein-Eiche
  • Kroatisch: hrasta crnika, česmina
  • Englisch: evergreen oak, holm oak
  • Französisch: chêne vert
  • Italienisch: leccio
  • Slowenisch: črničevje
  • Spanisch: encina
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: magyaltölgy


Wissenschaftlicher Name

Quercus ilex Linné, 1753


Namensherkunft

Lateinisch ilex = Stechpalme, bezieht sich auf das ähnliche Aussehen der Blätter


Basionym

Quercus ilex Linné, 1753

Diese Eiche gibt es in zwei morphologisch unterschiedlichen Formen. Die eine hat schmale Blätter, die andere ovale. Und auch die Früchte sind unterschiedlich geformt. Bei der Form mit den schmalen Blättern sind sie deutlich länger als bei der anderen Form:

✔ Quercus ilex L. subsp. ilex dessen Synonym Quercus gramuntia Linné, 1753 ist.
✔ Quercus ilex subsp. rotundifolia (Lam.) O. Schwarz ex Tab. Morais dessen Synonym Quercus rotundifolia Lamarck, 1785 ist.

The Plant List definiert beide Arten als eine, nämlich Quercus ilex Linné, 1753.


Synonyme

  • Quercus smilax Linné, 1753
  • Quercus gramuntia Linné, 1753
  • Quercus rotundifolia Lamarck, 1785 – ist laut The Plant List eine eigene Art und kein Synonym.
  • Quercus prasina Persoon, 1807
  • Quercus integrifolia Steudel, 1821
  • Quercus alpina Endlicher, 1848
  • Quercus pseudoilex Chatin, 1869
  • Quercus crispa K.Koch, 1873


Schutzstatus

  • Quercus ilex Linné, 1753 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.
  • Natura 2000 in Kroatien: in der Liste der national wichtigen Arten in den Habitaten: Biševo kopno, Elafiti, Hvar - od Križišća do Tavna špilje, Hvar - od Maslinice do Grebišća, Hvar - od Plane do Veprinove glavice, Hvar - od Prapratna do Karnjakuše, Hvar - šume kod Starigrada, Hvar Golubiničin rat - Rat Velog Strvnja, Hvar od Pokrvenika do uvale Bristova, I dio Korčule, JI dio Pelješca, Lokrum, Luka Budava, Istria, Nacionalni park Mljet, Otok Doli – S, Otok Rab, Park prirode Lastovsko otočje, Područje oko špilje Duboška pazuha, Saplunara, Šire područje NP Krka, Šuma crnike na Grguru, Vidova gora.


Morphologie und Größe

Habitus

  • Immergrüner Baum mit weiter Krone.
  • In Gebieten mit starker Bura wächst er oft verkrüppelt, die Krone bleibt schmal, manchmal sogar nur einseitig. Es gibt auch Bäume mit mehreren Stämmen, die eher aussehen wie große Büsche.
  • Höhe: bis 200 cm


Die Blüte

♂ Blüte, Vir 0/2013
  • Dieser Baum ist einhäusig getrenntgeschtlich, es gibt auf einem Baum männliche und weibliche Blüten.
  • Die winzigen männlichen Blüten sitzen in hängenden Kätzchen.
  • Blütezeit : April - Mai
  • Durchmesser der Blüte: 2 mm
  • Blütenfarbe: gelb













Die Frucht

  • Die Früchte sind Nüsse.
  • Junge Früchte sind fast vollständig vom Fruchtbecher umgeben. Mit dem Wachstum der Frucht ragt sie immer weiter aus diesem heraus.
  • Der Fruchtbecher besteht aus zahlreichen, leicht bauchigen Schuppen, die dicht weiß behaart sind.
  • Auch die Spitze junger Früchte trägt weiße Haare.
  • Reifezeit: Ab Dezember


Blätter

  • Die Blätter stehen wechselständig.
  • Sie sind in der Form sehr variabel – siehe auch unter dem Punkt Basionym.
  • Es gibt schmale, lanzettförmige aber auch länglich-ovale Formen. Der Rand kann glatt oder mit spitzen Zähnen besetzt sein. Auch die Spitze kann varrieren, manchmal ist sie stumpf, manchmal spitz.
  • Junge Blätter sind hellgrün, dicht weiß behaart (siehe erstes Bild) und weich. Später werden sie dunkelgrün und ledrig. Von den Haaren sind oben nur noch Reste zu erkennen, unten können sie zumindest teilweise länger erhalten bleiben.


Stamm

  • Der Stamm ist schlank und gerade. Aber auch hier können äußere Einflüsse wie Bura die Form verändern.
  • Die Rinde ist bei jungen Bäumen grau und glatt.
  • Später reißt sie und es bilden sich unregelmäßig geformte Felder.


Ökologie

Acrocercops brongniardella Fabricius, 1798 aus der Familie Gracillariidae Stainton, 1854 - Blatttütenmotten, Miniermotten und Faltenminierer
Satyrium ilicis Esper, 1779 - Brauner Eichen-Zipfelfalter, medunčev repić
✔ Carpatolechia decorella Haworth, 1812 aus der Familie Gelechiidae Stainton, 1854 - Palpenmotten, moljci gnjezdari
✔ Psoricoptera gibbosella Zeller, 1839 – Buckelkamm aus der Familie Gelechiidae Stainton, 1854 - Palpenmotten, moljci gnjezdari
✔ Catocala conjuncta Esper, 1787 aus der Überfamilie Noctuoidea Latreille, 1809 - Eulenfalter
✔ Catocalan nymphaea Esper, 1787 aus der Überfamilie Noctuoidea Latreille, 1809 - Eulenfalter
✔ Dryobota labecula Esper, 1788 aus der Überfamilie Noctuoidea Latreille, 1809 - Eulenfalter
✔ Cyclophora puppillaria Hübner, 1799 - Roter Gürtelpuppenspanner aus der Familie Geometridae Leach, 1815 - Spanner, grbice
✔ Phaiogramma etruscaria Zeller, 1849 aus der Familie Geometridae Leach, 1815 - Spanner, grbice
✔ Drepana uncinula Borkhausen, 1790 – Blauglänzender Eichensichler aus der Familie Drepanidae Boisduval, 1828
✔ Marumba quercus Denis & Schiffermüller, 1775 – Eichenschwärmer aus der Familie Sphingidae Latreille, 1802 - Schwärmer, ljiljc


Ceroplastes rusci Linné, 1758 - Feigen-Schildlaus, smokvin medić









Elsinoë quercus-ilicis (G. Arnaud) Jenkins & Goid., 1956
  • Quercus ilex Linné, 1753 ist Wirt für folgende Pilze:
✔ Elsinoë quercus-ilicis (G. Arnaud) Jenkins & Goid., 1956
✔ Phyllosticta quercus-ilicis Sacc., 1878








Lebensraum

  • Bestandteil der buschartigen Macchie, auch solitär.
✔ G2.121- Meso-Mediterranean holm-oak forests
✔ G2.122 - Supra-Mediterranean holm-oak forests
✔ Annex I habitat type code 9340 - Quercus ilex and Quercus rotundifolia forests


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Rund um das Mittelmeer, Türkei, Jordanien
  • Weitere Vorkommen: Sie wird in gemäßigten Breiten als Zierpflanze gesetzt.
  • Fundort: Senj, Vir, Nin, Vrsi


Nutzung

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Das Holz der Stein-Eiche ist sehr hart. Außerdem enthält es viel Tannin als Schutz gegen Insekten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Holz vor allem in Wien für die Herstellung von Möbeln verwendet. Hier ein Buffet aus den 30er Jahren.

Aber auch als Brennholz wurde und wird die Steineiche heute noch verwendet. Dafür werden allerdings die Bäume nicht gefällt sondern nur einzelne Äste herausgeschnitten. Damit bleibt die Pflanze erhalten und treibt im kommenden Jahr wieder nach.

Heute findet man sie vermehrt als Zierpflanze in Gärten. Die milderen Winter ermöglichen ihr Überleben, außerdem wächst sie ausgesprochen langsam und kann auch gut durch einen Schnitt in Form gehalten werden.













Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




  • Dinka Matošević, Milan Pernke, Miljenko Županić: Fauna lisnih minera na hrastovima (Quercus spp.) u Hrvatskoj i njihova štetnost; Šumarski list br. 11–12, CXXXII (2008), 517-527