Vicia faba Linné, 1753

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Sveti Petar na moru 03/2018


Vicia faba Linné, 1753 - Ackerbohne, bobica

Heute stelle ich euch eine Pflanze vor, die seit Jahrtausenden kultiviert wird. Mittlerweile ist die Wildpflanze, aus der diese Bohne hervorgegangen ist, auch verschollen. Sie ist Nahrungspflanze , Heilpflanze aber auch eine Giftpflanze , die für Menschen mit einer entsprechenden Prädisposition gefährlich werden kann.


Vicia faba Linné, 1753 - Ackerbohne, field bean

Today, I introduce a plant which has been cultivated for thousands of years. In the meantime the wild plant, from which this bean originates, has disappeared. It is a food plant, medical plant but also a poisonous plant that can be dangerous for people with a corresponding predisposition.


Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Ackerbohne, Saubohne
  • Kroatisch: bob, bobak, bobica
  • Englisch: horse bean, field bean
  • Französisch: fève
  • Italienisch: haba
  • Slowenisch: bob
  • Spanisch: haba
  • Tschechisch bob obecný
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Vicia faba Linné, 1753


Namensherkunft

Lateinisch faba = Bohnen


Basionym

Vicia faba Linné, 1753


Synonyme

  • Vicia vulgaris Gray
  • Vicia esculenta Salisbury
  • Orobus faba Brot.
  • Faba equina Medikus
  • Faba major Desforest
  • Faba vulgaris Moench


Schutzstatus

Vicia faba Linné, 1753 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Sveti Petar na moru 03/2018
  • Einjährige Pflanze mit aufrechtem Wuchs.
  • Sie ist unverzweigt.
  • Eine kräftige Pfahlwurzel verankert sie im Boden.
  • Höhe: bis 150 cm











Die Blüte

  • Die Blüten sind fünfzählig.
  • Sie sitzen traubenartig in den Blattachseln.
  • Blütezeit : März - April
  • Durchmesser der Blüte: 20 mm
  • Blütenfarbe: weiß. Die Kronblätter sind weiß und haben violette Adern, auf den Flügeln sind dunkelviolette Flecken


Die Frucht

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  • Die Frucht ist eine abstehende Schote.
  • Sie enthält 2-6 dicke, nierenförmige Samen
  • Reifezeit: ab Mai




Blatt

  • Die Blätter haben bis zu 3 Fiederpaare
  • Die Fiedern sind oval und glattrandig. Sie laufen in einer Spitze aus.
  • Sie sind blaugrün.


Stängel

Stängel, Sveti Petar na moru 03/2018
  • Die Stängel sind kräftig und glatt
  • Sie sind vierkantig.








Ökologie

Bestäuber sind verschiedene Arten der Ordnung Hymenoptera Linné, 1758 - Hautflügler, opnokrilci wie Bombus terrestris Linné, 1758 - Dunkle Erhummel, zemni bumbar oder Apis mellifera Linné, 1758 - Westliche Honigbiene, pčela.

Es kann aber auch zur Selbstbestäubung kommen.


Botrytis fabae Sardiña, 1929

Krankheiten:

✔ Die parasitische Pflanze Orobanche crenata Forsskål, 1775 -Kerbige Sommerwurz, narovašeni volovod kann große Schäden verursachen.
✔Der Ascomycet Botrytis fabae Sardiña, 1929 (Botryotinia fabae) löst die Schokoladenfleckenkrankheit auf den Blättern, den Stielen aber auch den Schoten der Ackerbohne aus. Auf dem Bild sieht man sie im Anfangsstadium. Bei optimalem Wetter fließen die Flecken ineinander, es entsteht ein Rasen aus Sporen und die Pflanze wirft die Blätter ab.





Lebensraum

Neunburg vorm Wald07/2014
  • Die Ackerbohne kommt ausschließlich kultiviert vor.







Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Ungeklärt, eventuell Orient, Israel. Die Wildform ist vermutlich ausgestorben.
  • Weitere Vorkommen: Europa, China
  • Fundort: Sv. Petar na moru, Sukošan


Nutzung

  • Als Essbare Pflanze: Die Ackerbohne enthält viele Vitamine, Proteine, Kohlenhydrate und Fasern. Sie kann frisch oder gekocht gegessen werden. Früher wurde aus getrockneten Bohnen Mehl für Brot gemahhlen.
  • Als Heilpflanze: Ihre Inhaltsstoffe senken einen zu hohen Cholesteringehalt. Außerdem enthält sie viel L-Dopamin, die Vorstufe von Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, und wirkt deshalb gegen Parkinson.


Giftigkeit

  • Das enthaltene Gift: Inhibitatoren des Trypsins, Tannin, Saponine sowie Stoffe, die einen Favismus induzieren können.
  • Wirkung des Gifts: Die meisten Stoffe sind nur in geringer Menge enthalten, ein Verzehr ist unbedenklich. Außerdem werden sie beim Kochen zerstört.
  • Mögliche Erkrankungen: Menschen, denen das Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase fehlt, können an Favismus erkranken. Durch die Bildung von Wasserstoffperoxid werden rote Blutkörperchen zerstört, es kommt zu einer Anämie.
  • Mögliche Dauerschäden: Nierenversagen











Links und Literatur

Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




  • Carmen Maria Avila, Zlatko Šatović, Josefa Carmen Sillero, Salvador Nadal, Diego Rubiales, Maria Teresa Moreno, Ana Maria Torres: QTL Detection for Agronomic Traits in Faba Bean (Vicia faba L.); Agriculturae Conspectus Scientificus, Vol.70 No.3 Rujan 2005.
  • A. Martin, A. Cabrera, J. Lopez Medina: Antinutritional. factors in faba bean. Tannin content in Vicia faba: possibilities for plant breedinging,
  • O.E. Kosterin 2014: The lost ancestor of the broad bean (Vicia faba L.) and the origin of the plant cultivation in the Near East; Institute of Cytology and Genetics SB RAS, Novosibirsk, Russia