Rhagoletis cerasi Linné, 1758

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Rhagoletis cerasi Linné, 1758 WFlo 150524 0891 d.jpg


Rhagoletis cerasi Linné, 1758 - Europäische Kirsch-Fruchtfliege , trešnjina muha


Die Fliege selbst sieht ja hübsch aus, aber sie ist der größte Feind der Kirschplantagen. Ihre Larven entwickeln sich in den Früchten und schädigen sie. Und da ein Weibchen bis zu 150 Eier legen kann, ist die gesamte Ernte eines Baumes schnell vernichtet.

Beheimatet war sie ursprünglich in Südeuropa, ist aber mittlerweile in ganz Europa zu finden. Ihre Lieblingsfrüchte sind Süßkirschen, sie verschmäht aber auch Weichseln, also Sauerkirschen nicht. Und so tummeln sie sich auch in der Zadarska županija in den Plantagen der Maraska-Kirsche.


Rhagoletis cerasi Linné, 1758 - European cherry fruit fly, trešnjina muha


The fly itself looks pretty, but it is the greatest enemy od cherry plantations. Their larvae develop in the fruits and damage them. And since a female can lay up to 150 eggs, the entire harvest of a tree quickly is destroyed.

It was originally located in Southern Europe, but can now be found all over Europe. It’s favorite fruits are sweet cherries, but she also does not despise sour cherries. And so they occur in the Zadarska županija in the plantations of the Marasca cherry.



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Europäische Kirsch-Fruchtfliege
  • Kroatisch: trešnjina muha
  • Englisch: European cherry fruit fly
  • Französisch: mouche des cerises
  • Italienisch: mosca delle ciliege
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: mosca de la cereza
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Rhagoletis cerasi Linné, 1758


Namensherkunft

Lateinisch cerasum, -i = Kirsche


Schutzstatzs

Rhagoletis cerasi Linné, 1758 ist in Kroatien weder gefährdet noch geschützt.


Basionym

Musca cerasi Linné, 1758


Synonyme

  • Urophora liturata Robineau-Desvoidy 1830
  • Urophora cerasorum Dufour 1845
  • Trypeta signata Meigen 1826
  • Rhagoletis obsoleta Hering 1936
  • Rhagoletis fasciata Rohdendorf 1961


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Wien Floridsdorf 05/2015
  • Das zweite Flügelpaar ist zu Halteren, den Schwingkölbchen, reduziert.
  • Kleine, etwas pummelige Fliege
  • Große, grünlich-gold glänzende Augen
  • Beine dicht mit kurzen Borsten besetzt
  • Scutum und Abdomen spärlich mit großen Borsten besetzt
  • Größe:
♀ bis 4 mm
♂ bis 5,3 mm
  • Farbe: Körper, Scutum, Beine und Antennen schwarz. Scutellum, der vordere Teil des Kopfes und ein Teil der Brust gelb. Flügel transparent mit einer kleinen und 3 breiten schwarzen Querbinden wobei die letzte V-förmig ist.





Lebensweise, Ernährung

Prunus avium (L.) Linné, 1755 - Vogel-Kirsche, trešnja ist die bevorzugte Frucht.
Prunus cerasus Linné, 1753 - Weichsel, višnja und die verwandte
✔ Prunus cerasus var. marasca (Host) Visiani, 1852 – Maraska-Kirsche
Prunus domestica Linné, 1753 - Zwetschke, šljiva
Prunus mahaleb Linné, 1753 - Steinweichsel, rašeljka
  • Nahrungspflanze Imago: Es ist nicht bekannt, ob die Fliege in ihrem kurzen Leben überhaupt noch Nahrung zu sich nimmt.
  • Hauptaktivität: Mai


Fortpflanzung, Entwicklung

  • Diese Fliege ist univoltin, es gibt pro Jahr eine Generation
  • Das Weibchen legt 1-2 Eier auf die Frucht in der Nähe des Stängels. Insgesamt kann es bis zu 150 Eier legen.
  • Die Larve dringt in die Kirsche ein und arbeitet sich bis zum Kern vor.
  • Nach 3 Häutungen hat sie eine Größe von etwa 5 mm erreicht. Die ist weiß und beinlos.
  • Durch ihre Fraßtätigkeit wird das Fruchtfleisch nach und nach faul und die Larve gelangt leicht nach außen.
  • Sie lässt sich auf den Boden fallen und gräbt sich bis zu 13 cm tief ein.
  • Dort verpuppt sie sich und überwintert.


Ökologie

Die Larven können von folgenden Tieren parasitiert werden:

✔ Cyrtogaster vulgaris Walker 1833 aus der Ordnung Hymenoptera Linné, 1758 - Hautflügler, opnokrilci, die Larve dieser Schlupfwepe ernährt sich von Fliegenlarven.


Lebensraum

Da diese Bohrfliege eng an die Nahrungspflanzen der Larven gebunden ist, findet man sie auch ausschließlich dort.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Mittelmeerraum, südliches Mitteleuropa
  • Weitere Vorkommen: in den USA invasiv
  • Fundort: Wien Floridsdorf












Weiterführende Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj






  • S. Perko 1985: Rezultati Trogodišni promatranja leta muhe trešnjarice (Rhagoletis Cerasi 1.) u voćnjaku višnje maraske kod Splita. Agronomski glasnik : Glasilo Hrvatskog agronomskog društva, Vol. 47 No. 5-6, 1985
  • Professor Jos. Mik 1889: Zur Biologie von Rhagoletis cerasi L., nebst einigen Bemerkungen über die Larven und Pnparien der Trypetiden und über die Fühler der Musciden-Larven. Wiener Entomologische Zeitung, XVII. Jahrg., X. Heft (31. December 1898).