Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830

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Nin 07/2015


Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830 - Japanischer Schnurbaum, Japanska sofora

Dieser Baum stammt aus China und ist in Kroatien erst seit dem frühen 20. Jahrhundert nachgewiesen. Wie bei der Scheinakazie sind alle Teile bis auf die Blüten sehr giftig. In der traditionellen chinesischen Medizin werden Extrakte wegen des hohen Gehalts von Rutin eingesetzt.



Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830 - pagoda tree, Japanska sofora

This tree has its origin in China, verified in Croatia since the early 20th century. As the black locust all parts of this tree are poisonous except the flowers. In the traditional Chinese medicine extracts are used because of their high content of rutin.


Systematik

  • Tribus Sophoreae Sprengel ex de Candolle, 1825
  • Gattung Styphnolobium Schott, 1830



Trivialnamen

  • Deutsch: Japanischer Schnurbaum, Honigbaum, Japanischer Perlschnurbaum
  • Kroatisch: Japanska sofora
  • Englisch: pagoda tree
  • Französisch: sophora du Japon
  • Italienisch: sofora del giappone
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: falsa acacia del Japón
  • Tschechisch jerlín japonský
  • Ungarisch: közönséges japánakác


Wissenschaftlicher Name

Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830


Namensherkunft

Lateinisch japonicum = aus Japan kommend – obwohl er eigentlich aus China kommt.


Basionym

Sophora japonicum Linné, 1753


Synonyme

  • Sophora pubescens Tausch, 1834
  • Sophora korolkowi Diecks
  • Sophora griffithii subsp. korolkowii Yakovlev


Schutzstatus

Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Zadar 07/2018
  • Bis zu 25 Meter hoch wachsender Baum mit ausladender Krone.
  • Die Zweige wachsen krumm, können auch hängend sein (Form pendula)
  • Die Zweige haben keine Dornen.
  • Sommergrün
  • Höhe: bis 25 Meter










Die Blüte

Blüte, Nin 07/2015
  • Am Ende eines Zweiges sitzen lange Rispen mit zahlreichen Einzelblüten.
  • Die Rispen sind offen und recht breit.
  • Die Blüten sind zygomorph und haben 5 Kronblätter.
  • Die Fahne ist rund, am Rand nach vorne umgeschlagen.
  • Die Staubblätter liegen im Schiffchen
  • Die Blüten werden ausschließlich von Bienen bestäubt.
  • Blütezeit : Juli bis August
  • Durchmesser der Blüte: 10 mm
  • Blütenfarbe: weiß







Die Frucht

Frucht, Nin 07/2015
  • Die Früchte sind Schoten, die bis zu 10 cm lang werden können.
  • Junge Schoten sind stark gekrümmt und glatt. Sie sind dicht behaart.
  • Ältere Schoten sind perlschnurartig eingeschnürt, das gab dem Baum den deutschen Namen Perlschnurbaum.
  • Pro Segment findet man zahlreiche kleine Samen, die vom Wind vertragen werden.
  • Reifezeit: Ab September












Blatt und Stängel

Blatt, Nin 09/2011
  • Die Blätter haben lange Blattstiele.
  • Sie sind unpaarig gefiedert.
  • Die Fiedern sind glattrandig und länglich oval. Sie laufen spitz zu.
  • An der Spitze jeder Fieder sitzt eine kleine Granne
  • Der Mittelnerv auf der Unterseite ist kurz behaart.
  • Sie können bis zu 30 cm lang werden.










Stamm

Borke, Nin 09/2011









Ökologie

  • Dieser Baum ist eine wichtige Bienenweide, da er spät und sehr lange blüht.
Aphis fabae Scopoli, 1763 - Schwarze Bohnenlaus, crna bobova lisna uš
✔ Pulvinaria hydrangeae Steinweden, 1946
✔ Aphis craccivora Koch, 1854
✔ Appendiseta robiniae Gillette, 1907
✔ Parthenolecanium corni Bouché, 1844
✔ Celastrina argiolus Linn´ße, 1758 – Faulbaum-Bläuling
  • Folgende Pilze befallen Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830 :
✔ Erysiphe pisi var. pisi de Candolle, 1805


Lebensraum

Trockene und sonnige Habitate, kalkliebend. Solitär stehend.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: China und Korea
  • Weitere Vorkommen: Seit dem 18. Jahrhundert weltweit als Zierbaum
  • Fundort: Kroatien - Nin



Nutzung

  • Als Essbare Pflanze: In China werden Blüten in Eierkuchen eingebacken.
  • Als Heilpflanze: Die Blüten werden in der tradtitionellen Chinesischen Medizin verwendet. In Amerika wird ein Extrakt einem Serum für die Kopfhaut und Shampoos zugesetzt. Knospen und Blüten enthalten viel Rutin. Auch eine Anwendung bei Venenschwäche wird diskutiert.
  • Als Zierpflanze: Er wird wegen seiner hohen dekorativen Wirkung und seines schnellen Wachstums gerne als Parkbaum in Gärten, Parks und Anlagen gepflanzt.



Geschichte von Styphnolobium japonicum (Linné) Schott, 1830 in Europa

Der chinesische Kaiser Ch'ien Lun beauftragte im 18. Jahrhundert europäische Gärtner, seine Anlagen mit euroäischen Arten zu bepflanzen. Davor war es niemandem gelungen, Pflanzen aus China mit nach Europa zu bringen. Auf der Reise nach China war auch der Missionar Pierre d'Incarville dabei, der Samen verschiedener chinesischen Arten sammeln sollte. So kamen u.a. Samen von Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916 - Götterbaum, pajasen und dem Perlschnurbaum über die Mongolei nach Moskau und schließlich nach Paris. Hier wurde 1779 der erste Baum gepflanzt. Dieser Baum steht noch heute im Botanischen Garten der Stadt.

Von da aus wurden Samen und Pflanzen in viele europäische Länder gebracht. Aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der erste Baum in Kroatien gepflanzt.


Giftigkeit

  • Giftige Teile: Alle Teile bis auf die Blüten sind stark giftig. Das hat dieser Baum mit Robinia pseudoacacia Linné, 1753 - Robinie, mirisavi bagrem gemein.
  • Das enthaltene Gift: Cytisin, Sophoricosid, Toxalbumin, Sophoramin
  • Wirkung des Gifts: Veränderung des Blutzuckerspiegels, Verminderung der Erythrocyten
  • Mögliche Erkrankungen: Übelkeit, Krämpfe, Durchfälle
  • Mögliche Dauerschäden: Die Pflanze kann bei massivem Genuss tödlich giftig !!! sein.












Weiterführende Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




  • Andrej Gogala, Bojan Zadravec 2018: First Record of Megachile sculpturalis Smith in Slobenia (Hymenoptera: Megachilidae. Acta Entomologica Slovenica Vol. 26, št. 1: 79–82