Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860

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Nin 05/2012


Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860 – Spiralgallenlaus

Die kleinen Läuse bekommt man nur selten zu Gesicht. Aber die spiralförmig gedrehten Gallen, die direkt an der Blattbasis sitzen, fallen auf. Sie durchlaufen einen vierphasigen Generationswechsel, wobei es keinen Wirtswechsel gibt, die Tiere bleiben immer auf ihrem Baum.

Dabei bevorzugen sie Populus nigra 'Italica' Linné, 1753 - Pyramidenpappel, jablan, sie wurden aber auch vereinzelt auf anderen Arten der Gattung gefunden.


Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860 - poplar spiral gall aphid

The small lice you can see rarely. But the sprially twisted galls, sitting under the leaves, are striking. They go through a four-phase generation change, but there is no change of the host, the animals always remain on their tree.

They prefer Populus nigra 'Italica' Linné, 1753 - pyramid-shaped poplars, jablan, but were also found on other species of the genus.






Systematik



Trivialnamen

  • Deutsch: Spiralgallenlaus, Späte Spiralgallenlaus, Späte Blattstieldrehlaus
  • Kroatisch: obični pemfigus
  • Englisch: xxx
  • Französisch: xxx
  • Italienisch: xxx
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch dutilka šroubovitá
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860


Namensherkunft

Griechisch spyros = gedreht

Lateinisch theca, -ae = Wohnröhre oder Außenhülle von Tieren.


Schutzstatzs

Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860 ist in Kroatien weder gefährdet noch geschützt.


Basionym

Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860


Synonyme

Pemphigus inflatae del Guercio, 1911


Morphologie und Größe

Habitus, der Koloniegründerin (Sexuaparae)

  • Sie ist flügellos.
  • Größe: 2 mm
  • Farbe: grün-braun


Habitus der Fundatrices

  • Die Hinterbeine sind zum Klettern verstärkt
  • Größe: 5 mm
  • Farbe: grün-braun


Habitus L-Generation

Nin 05/2012
Geöffnete Galle mit Wachsabscheidungen der Läuse
  • Aber die Läuse sind nicht schutzlos. Sie agieren in der Galle als Kolonie. Einige Läuse können sich zu „Soldaten“ entwickeln und eingedrungene Feinde verscheuchen oder sogar töten.
  • Größe: 5 mm
  • Farbe: braun







Habitus Sexuaparae

  • Sie sind anfangs hell und werden mit jeder Häutung dunkler.
  • Sie sind geflügelt und verlassen die Galle.


Habitus der Sexuales

  • Hier gibt es weibliche und männliche Läuse, die kopulieren.


Habitus der Galle

  • Es beginnt mit einer Drehung und gleichzeitiger Verdickung.
  • Nach und nach folgen die beiden anderen Drehungen.
  • Dabei kann die Galle länglich oder eher rund geformt werden.
  • Wenn die Läuse die Galle verlassen haben, wird die holzig, die Oberfläche rissig.
  • Größe: 30 mm
  • Farbe: Anfangs hellgrün, am Ende dunkelbraun.

Gallen in verschiedenen Entwicklungsstadien:


Lebensweise, Ernährung

  • Die Tiere sitzen geschützt in ihrer Galle
  • Sie ernähren sich von Pflanzensäften verschiedener Arten der Gattung Populus Linné, 1753 und sind monophag 1. Grades.
  • Hauptaktivität: April bis August


Fortpflanzung, Entwicklung

Diese Läuse durchlaufen eine Entwicklung über mehrere Generationen, wobei sie, im Gegensatz zu anderen Arten, keinen Wirtswechsel haben.

Im Herbst verlässt die letzte Generation, die als einzige geflügelt ist, die Galle und diese Tiere verkriechen sich in Ritzen der Baumrinde, wo sie ihre Ovariole anheften.

Im Frühjahr schlüpfen aus den abgelegten Eiern die Sexuales. Sie kopulieren und jedes Weibchen legt bis zu 8 Eier in die Rinde.

Aus diesen Eiern schlüpft die erste Generation, die Fundatrices. Sie kriechen zum nächstgelegenen Blatt und beginnen dort zu saugen. Der Blattstängel reagiert auf die Saugtätigkeit mit einem veränderten Wachstum, die erste Spirale der Galle entsteht.

Sind sie von Gewebe umgeben, pflanzen sie sich parthenogenetisch fort. Dies ist die 2. Generation der Läuse, die L-Generation, deren Aktivitäten dazu führen, dass die Galle größer wird und weitere Umdrehungen dazu bekommt. Auch diese Generation pflanzt sich ungeschlechtlich fort.

Die nächste Generation sind die Sexuaparae, die Flügel bilden und die Galle verlassen.



Ökologie

  • Pemphigus (Pemphigus) spyrothecae Passerini, 1860 wiederum ist Nahrung für verschiedene andere Insekten und deren Larven:
✔ Die Fliege Leucopis puncticornis Meigen, 1830, Ordnung Diptera Linné, 1758 - Zweiflügler, dvokrilci, Familie Chamaemyiidae Hendel, 1910 legt ihr Ei in eine Galle, die Fliegenlarve ernährt sich von Läusen.
✔ Anthocoris minki Dohrn 1860, Unterordnung Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen, Familie Anthocoridae Fieber, 1837 jagt ebenfalls Läuse.
✔ Im Herbst, wenn die Gallen geöffnet sind und die Tiere ihre Exkremente nach draußen bringen, findet man viele Individuen der Art Crematogaster scutellaris Olivier, 1791 - Kippleibameise, crvenoguzi mrav auf den Bäumen.
  • Die beiden Schwebfliegen ernähren sich von Läusen:
✔ Heringia heringi Zetterstedt, 1843, Ordnung Diptera Linné, 1758 - Zweiflügler, dvokrilci, Syrphidae Latreille, 1802 - Schwebfliegen, osolikih muha
✔ Pipiza festiva Meigen, 1822 , Ordnung Diptera Linné, 1758 - Zweiflügler, dvokrilci, Syrphidae Latreille, 1802 - Schwebfliegen, osolikih muha
✔ Asaphes suspensus Nees, 1834 aus der Ordnung Hymenoptera Linné, 1758 - Hautflügler, opnokrilci ist ein Hyperparasitoid.


Schädling

Nin 08/2012
  • In der Literatur wird angegeben, dass ein Befall dem Baum nicht schadet, sonder dass es eher ein kosmetisches Problem ist.
  • In Nin konnte ich eine extrem starken Befall beobachten, und die Bäume haben bereits im August den Großteil ihrer Blätter verloren. Es waren nur noch die Stängel mit den Gallen zu sehen.
  • Einen Monat später sind dünne Zweige abgestorben.










Lebensraum


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Gemäßigte Breiten in Europa
  • Weitere Vorkommen: In Amerika invasiv
  • Fundort: Kroatien - Nin










Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj





J. Urban 2002: Occurrence, development and natural enemies of Pemphigus spyrothecae (Homoptera, Pemphigidae), Journal of Forest Science 48, 2002 (6): 248–270