Aptenia cordifolia (L.f.) Schwantes, 1928

Aus Kroatiens Fauna und Flora
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Aptenia cordifolia Linné, 1753, Vir 12/2013

Eine beliebte Zierpflanze, die in Gefäßen und Trögen kultiviert wird.


Systematik

  • Klasse Magnoliopsida Brongniart, 1843
  • Gruppe Eudikotyledonen
  • Gruppe Kerneudikotyledonen
  • Ordnung Caryophyllales Juss. ex Bercht. & Presl, 1820 - Nelkenartige
  • Familie Aizoaceae Martinov, 1820 - Mittagsblumen
  • Unterfamilie Mesembryanthemoideae Fenzl, 1836
  • Gattung Aptenia Brown, 1925


Trivialnamen

  • Deutsch: Herzblättrige Mittagsblume, Ausdauernde Eisblume
  • Kroatisch: jadranska lepotica
  • Englisch: heartleaf iceplant, baby sun rose
  • Französisch: Ficoïde à feuilles en coeur
  • Italienisch: erba cristallina cordifolia
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: szívlevelű kristályvirág

Wissenschaftlicher Name

Aptenia cordifolia (L.f.) Schwantes, 1928


Namensherkunft

cordifolia lat. = mit herzförmigen Blättern

Basionym

Mesembryanthemum cordifolium L.f., 1781

Synonyme

Schutzstatus

Aptenia cordifolia (L.f.) Schwantes, 1928 ist nicht geschützt.

Morphologie und Größe

Habitus


Niedrigwachsende Polsterpflanze Vir 09/2011


Die Pflanze wächst kriechend oder hängend und bildet Matten, die allerdings weniger dicht sind als die von Carpobrotus.

Die gesamte Pflanze ist auch deutlich zierlicher.

Höhe: 50-100 mm








Die Blüte


eine violette Blüte Vir 95/2011



Die zwittrigen Blüten besitzen einen dichten Kranz aus schmalen Kronblättern. Sie sitzen am Endes des Stängels und erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 mm.

Die Blüten sind nur bei sonnigem Wetter geöffnet.


Blütezeit: März bis September





Die Frucht

Noch unreife Frucht, Vir 09/2011


Die Frucht ist eine vierkammerige Kapselfrucht.









Stängel und Blatt

Blätter, Vir 12/2013

Die Blätter dick sukkulent und im Umriss herzförmig. Mittlerweile gibt es viele Hybriden, bei denen die typische Herzform nur schwach oder gar nicht mehr ausgeprägt ist. Allen gemeinsam ist aber die Blattoberfläche, die von kristallartigen Strukturen besetzt ist.









Physiologie

Diese Pflanze toleriert Salz in Boden und Luft. Sie hat ihren Stoffwechsel verändert, um die Salzkonzentration im Inneren so gering wie möglich zu halten.

Dieser CAM-Stoffwechsel (Crassulacean Acid Metabolism) ist durch eine zeitliche Trennung von Photosynthese (am Tag) und Einlagern der Endprodukte (nachts). Das ermöglicht der Pflanze, tagsüber die Spaltöffnungen geschlossen zu halten und damit weniger Wasser zu verlieren.

Ökologie

Als invasive Art hat die Mittagsblume keine Fressfeinde. In ihrer Heimat werden die Blätter von Schildkröten gefressen


Wuchernde Pflanze auf freiem Gelände Vir 04/2013


Hier zeigt sich sehr deutlich, dass diese Pflanze alle anderen überwächst und letztendlich erstickt.


Geografische Verbreitung

Ihre Heimat ist Südafrika. Wegen ihrer Schönheit ist sie seit den 50ern eine beliebte Zierpflanze, die sich in Südeuropa massiv ausbreitet und die heimische Flora unterdrückt.

Hier eine interessante Analyse aus dem Jahr 2013 dieser Spezies und ihrer Gefahren für die heimische Fauna:


Carpobrotus in Kroatien


Das Merkblatt von DAISIE über die Mittagsblume:


Europe Aliens - Carpobrotus


Nutzung

Die Blätter und die Früchte sind essbar. Sie sind allerdings sauer und salzig.


Weitere Arten der Gattung

Carpobrotus edulis (L.) Brown, 1926


Trivialnamen


  • Deutsch: Essbare Mittagsblume, Hottentotten Feige
  • Kroatisch: sabljasti karpobrot, pustinjska ruža
  • Englisch: pig face, ice plant
  • Italienisch: Fico degli Ottentotti edulis
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


C. edulis blüht gelb uns besitzt deutlich weniger Staubgefäße. Diese sind dafür größer und kräftiger ausgebildet.






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