Drypis spinosa Linné, 1953

Aus Kroatiens Fauna und Flora
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Otok Pag 06/2013

Drypis spinosa Linné, 1953 - Dorn-Nelke, planinski mekinjak

Sie ist für mich die Heldin der Sonne. Ihr Lebensraum könnte feindlicher nicht sein: felsiger Untergrund mit kaum Humus, extreme Sonne und Hitze im Sommer, Bura, Salz und Kälte im Winter.

Deshalb wächst sie sehr niedrig und bildet große Polster. Die ganze Pflanze ist extrem steif und kräftig. Ihre 5 Kronblätter sind bis zur Basis gespalten, das deutet auf die Unterart Drypis spinosa ssp. spinosa hin. Die fast sternförmigen Blüten sind weiß oder rosa.


Drypis spinosa Linné, 1953 - spiny drypis, planinski mekinjak

To me, she is the hero of the sun. The habitat could not be more hostile: rocky ground with barely humus, extreme sun and heat in summer, and Bura, salt, and cold during winter.

So, she grows very low, forming large, dense cushions. The entire plant is extremely stiff and robust. Its five petals are split right down to the base — a characteristic indicating the subspecies Drypis spinosa ssp. spinosa. The blossoms, which are almost star-shaped, are white or pink.



Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Kronenkraut, Dorn-Nelke
  • Kroatisch: drpavac trnoviti, planinski mekinjak
  • Englisch: spiny drypis
  • Französisch: drypis épineux, drypis à feuilles épineuses
  • Italienisch: dripide comune
  • Slowenisch: linejev bodičnik
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx

Wissenschaftlicher Name

Drypis spinosa Linné, 1953

Laut The Euro+Med PlantBase kommen in Kroatien die Art sowie die beiden Unterarten vor:

  • Drypis spinosa subsp. jacquiniana Murbeck, 1891 – an der Küste
  • Drypis spinosa Linné subsp. linneana Murbeck Wettstein, 1891 – in Bergregionen
  • Drypis spinosa ssp. spinosa ist als dritte Unterart angegeben. Hier sind die Kronblätter bis zur Basis gespalten. Sie kommt in Italien, im früheren Jugoslawien, Kroatien, Albanien und Griechenland vor

Namensherkunft

Griechisch δρυπίς drypís = Dorn, Stachel

Lateinisch spinosus = dornig, stachelig

Basionym

Drypis spinosa Linné, 1953

Synonyme

Es sind keine Synonyme bekannt.

Gefährdung und Schutzstatus

Drypis spinosa Linné, 1953 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.

Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Vrsi 2019/09
  • Niedrig wachsende, stark verzweigte und sich ausbreitende Pflanze. Manchmal fast kugelig erhöht, polsterartig.
  • Die Basis ist verholzt.
  • Höhe: bis 17 cm, in Habitaten die der Bura ausgesetzt sind niedriger. Die Pflanze kann einen Durchmesser von bis zu 150 cm erreichen.
  • Drypis spinosa Linné, 1753 ist mehrjährig.






Die Blüte

Blüte, Vrsi 09/2023
  • Blütezeit : Juni bis Oktober, Hauptblütezeit ist September
  • Die Blüte ist fünfstrahlig.
  • Die 5 Kronblätter öffnen sich weit.
  • Sie sind bis zur Basis gespalten – das deutet auf die Unterart Drypis spinosa ssp. spinosa hin.
  • Durchmesser der Blüte: 10 mm
  • Blütenfarbe: Überwiegend weiß, seltener – vor allem auf der Insel Pag auch rosa bis kräftig rosa.






Die Frucht

Frucht, Vrsi 09/2019
  • Es sind Kapselfrüchte, die einzelnen Samen sind verkehrt eiförmig.
  • Reifezeit: Ab Oktober










Blatt und Stängel

Blatt, Vrsi 05/2014
Blatt, Otok Vir 09/2010
Blatt, Vrsi 09/2019


  • Die schmalen Blätter laufen in einem spitzen Dorn aus.
  • Sie sind ganzrandig.
  • Sie sind kräftig grün und steif.
  • Sie sitzen gekreuzt gegenständig.
  • Die Stängel sind starr und kräftig, an der Basis verholzt.
  • Sie sind vierkantig.
  • Sie verzweigen sich stark, jeder Nebenstängel trägt eine Blütenkrone.



Ökologie

✔ Hyponephele lycaon Rottemburg 1775 – Kleines Ochsenauge, zagasito volovsko oko: Die Falter sind polyphag und saugen an den Blüten verschiedener Pflanzen.
✔ Coleophora drymidis Mann, 1957: Die Raupen sind monophag 2. Grades und minieren in den Blättern verschiedener Arten der Familie Caryophyllaceae Jussieu, 1789 - Nelkengewächse, karanfili.
✔ Parapiesma variabile Fieber, 1844 – alle Stadien sind monophag 2. Grades und saugen an den Blättern verschiedener Arten der Familie Caryophyllaceae Jussieu, 1789 - Nelkengewächse, karanfili.
✔ Vertreter der Familie Vespidae Latreille, 1802 - Faltenwespen, ose, vor allem Töpferwespen, besuchen die Blüten.
  • Folgende Pilze besiedeln Drypis spinosa Linné, 1953:
✔ Leptosphaeria rehmiana W. Voss, 1891 besiedelt Blätter und Stängel.

Lebensraum

Leb 1 Drypis spinosa Linné, 1753 Vrs 190908 1445.JPG
Leb Drypis spinosa Linné, 1953 Pag 130617 2825.JPG
  • Diese Pflanze besiedelt extrem heiße und trockene Habitate mit viel Sonneneinfall.
  • Der Boden soll kalkhaltig sein. Oft siedelt sich Dryps spinosa in winzigen Schlitzen im Fels an und überwuchert ihn langsam.
  • Drypis spinosa Linné, 1753 ist Charakterart folgender EUNIS-Habitate:
✔ H2.68 - Eastern Mediterranean limestone screes
✔ Silenion marginatae Lakušić 1968 - Limestone scree vegetation in the montane to subalpine belts of the Southern Dinarides


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Italien, Balkan
  • Weitere Vorkommen: nn
  • Fundort: Kroatien - Otok Vir, Vrsi, Otok Pag, Klenovica


Nutzung

Bis heute ist keine Nutzung von Drypis spinosa Linné, 1753 bekannt. Es wird allerdings intensiv an den Inhaltsstoffen geforscht, wobei die beiden Unterarten Drypis spinosa subsp. jacquiniana Murbeck, 1891 und Drypis spinosa ssp. spinosa die besten Ergebnisse gezeigt haben.

  • Als Heilpflanze: Enthalten sind folgende Inhaltsstoffe, die noch auf ihre Verwendung geprüft werden:
✔ Polyphenole: Flavonoide, Tannine (Quercitin) - Antioxidans
✔ Cumarin – Aromastoff
✔ Rosmarinsäure – antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend
✔ trans-Ferulasäure - Antioxidans
Rutin - Antioxidans









Links, Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




  • Kremer, D., Košir, I. J., Potočnik, T., Rogulj, N., Načinovic, K., Randić, M., … Jurišić Grubešić, R. 2021: Phenolic compounds in two subspecies of Drypis spinosa L. (Caryophyllaceae) in Croatia. Acta Botanica Croatica, 80(1), 43–47. https://doi.org/10.37427/botcro-2020-015


  • Radovan Domac 1949: Anatomska građa vegetativnih organa mekinjaka (Drypis spinosa L.), Acta Botanica Croatica, Vol. 12-13 No. 1, 1949.