Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 26. September 2021, 19:30 Uhr

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Vir 03/2018


Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941 - Hasen-Pippau, rascijepani zečevac

Über die Dalmatien und die eine oder andere vorgelagerte Inseln schwappen im Laufe des Jahres verschiedene Farben. Der Januar startet – passend zur Jahreszeit – weiß mit den Zeitlosen. Im Februar wird es lila weiß, dann blühen die Scheinkrokusse. Und ab März leuchte die Wegränder, Steinmauern und steinige Stellen der Wiesen in sattem gelb. Denn dann blüht diese Pflanze, die sich auf kleine Ritzen und Fugen spezialisiert hat. Ihre Blätter sind roh genießbar.


Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941 - holy hawksbeard, rascijepani zečevac

Throughout the year Dalmatia and one or the other offshore island is covered by different colors. January starts – matching the season – white with the mediterranean meadow saffron. In Febrary it turns to purple and white, then violet romulea blooms. And from March the roadsides, stone walls and rocky spots on the meadows shine in a rich yellow. Then this plant bloom, which is a specialist for small cracks and joints. Their leaves are edible raw.


Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Belgischer Pippau Hasen-Pippau, Hasensalat, Flügellattich
  • Kroatisch: rascijepani zečevac, zečevac
  • Englisch: holy hawksbeard
  • Französisch: crépide de Nîmes
  • Italienisch: radicchiella di terra santa, insalata delle lepri
  • Slowenisch: krilatoplodni dimek
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941


Namensherkunft

Lateinisch sancta = heilig, die Pflanze soll ursprünglich aus dem heiligen Land Palästina kommen. Griechisch κρεπης = Sandale


Basionym

Hieracium sanctum Linné, 1756


Synonyme

  • Andryala nemausensis Villars, 1779
  • Andryala nudicaulis Lamarck, 1783
  • Trichocrepis bifida Visiani, 1826
  • Barkhausia roylei DeCandolle. 1838
  • Lagoseris alata Nyman, 1855
  • Crepis kochiana Boissier, 1875


Schutzstatus

  • Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Vir 03/2018
  • Von dieser Pflanze gibt es unzählige Phänotypen, die sich deutlich unterscheiden. Manche werden als eigene Unterart beschrieben.
  • Niedrig wachsende, einjährige Pflanze
  • Im Herbst wächst eine basale Blattrosette.
  • Aus dieser sprießen im Frühjahr die aufrechten Stängel mit einer bis mehreren Blüten
  • Höhe: bis 25 cm







Die Blüte

Blüte, Vir 03/2018
  • Zahlreiche Zungeblüten sitzen in einem Körbchen
  • Sie sind lang und schmal, am Ende gezähnt.
  • Die Kelchblätter sind schuppenartig angeordnet, grün mit weißem Rand.
  • Die äußeren sind drüsig behaart, alle Kelchblätter tragen dunkle Borsten.
  • Blütezeit : März
  • Durchmesser der Blüte: 0,2 mm
  • Blütenfarbe: gelb







Die Frucht

  • Die Frucht ist eine Achäne.
  • Die Samen sind klein und geflügelt
  • Der Pappus ist weiß
  • Reifezeit: Ab April


Blatt und Stängel

Blatt, Vir 03/2018
  • Die Pflanzen haben nur eine bodenständige Blattrosette, aus der die Blütenstängel treiben.
  • Die Blätter länglich, an der Basis verjüngt.
  • Sie sind drüsig behaart.
  • Die Spreite ist tief gespalten.
  • Der Blütenstängel ist gerade, ungeteilt oder im oberen Bereich verzweigt.
  • Die Oberfläche ist gerillt.





Unterarten

Auf der Insel Vir habe ich zwei der zahlreichen Formen gefunden:

✔ Die Nominatform Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941 mit mehreren Blütenköpfen sowie rein grünen Blättern und Stängeln:

Die Unterart Crepis sancta subsp. nemausensis (P.Fourn.) Babc, 1947 mit Einzelblüten. Sie ist auch niedriger. Die Blätter sind deutlich sukkulenter, tiefer gespalten und stärker behaart. Die Blattränder sowie die Stängel sind rötlich. Die Stengel sind weißfilzig behaart.

Ökologie

✔ Orthochaetes setiger Beck, 1817 aus der Familie Curculionidae Latreille, 1802 - Rüsselkäfer, skorovača – die Larven minieren in den Blättern

Die Larven folgender Vertreter der Ordnung Diptera Linné, 1758 - Zweiflügler, dvokrilci minieren in Blättern oder Stängeln von

✔ Liriomyza endiviae Hering, 1955 – Die Larven minieren in den Blättern
✔ Liriomyza strigata Meigen, 1830 – Die Larven minieren in den Blättern
✔ Trypeta immaculata Macquart, 1835 ist eine Fruchtfliege aus der Familie Tephritidae Newman, 1834 - Frucht- oder Bohrfliegen, voćne muhe. Auch ihre Larven leben in den Blättern.
✔ Ophiomyia cunctata Hendel, 1920 gehört zur Familie Agromyzidae Fallén, 1810 - Minierfliegen
✔ Ophiomyia pulicaria Meigen 1830 gehört zur Familie Agromyzidae Fallén, 1810 - Minierfliegen
✔ Phytomyza marginella Fallén, 1823 gehört zur Familie Agromyzidae Fallén, 1810 - Minierfliegen


Lebensraum

Polača 03/2019
  • An Wegrändern und Steinmauern, in Fugen und auf sehr steinigem Gelände.
  • Auf erodierten Flächen in Lücken.
  • Crepis sancta (Linné) Bornmüller, 1941 ist Charakterart von folgendem EUNIS-Habitat:
✔ E1.812 Dalmatian siliceous grassland









Geografische Verbreitung

  • Herkunft: SO-Europa und östlicher Mittelmeerraum sowie am Schwarzen Meer. In Kroatien vor allem in Dalmatien und auf den Inseln.
  • Neue Vorkommen: vereinzelt in Mitteleuropa, in Belgien invasiv
  • Fundort: Kroatien - Vir



Nutzung

  • Als Essbare Pflanze: Junge Blätter sind roh essbar
  • Als Heilpflanze: Früher wurde ein Tee aus den Blättern bei Blasenentzündungen verwendet. Die Wurzel soll gegen Magenschmerzen helfen. Eine Studie von 2019 (siehe Quellen) zeigt, dass ein Extrakt der Blätter wirksam gegen Bakterien (Staphlyococcus aureus) ist.








Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




Nuray Ergün, Gülten Ökmen, Pınar Erdal, Pınar Erdal, Zafer Cantekin, Yaşar Ergün 2018: The Antibacterial Activities of Lavandula stoechas and Crepis sancta Leaf and Flower Against Mastitis Pathogens and Enzymatic and Non-Enzymatic Antioxidant Activities of The Extracts. Turkish Journal of Agriculture - Food Science and Technology Vol 6, No 5 (2018)