Artemisia caerulescens subsp. gallica (Willdenow) K. Persson, 1974

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Artemisia caerulescens subsp. gallica (Willdenow) K. Persson, 1974

Auf der Insel Pag herrschen extreme Standortbedingungen für Tiere und Pflanzen. Die Sonneneinstrahlung, die Hitze und natürlich die Bura machen den Pflanzen das Leben schwer. Aber clever wie sie sind, haben sie ganz eigene Strategien entwickelt, um in diesem Umfeld zu überleben. Diese Pflanze ist ein wunderbares Beispiel dafür: sie wächst flach und geduckt zwischen Stein, sodass sie vom Wind nicht angegriffen wird. Gegen die Sonneneinstrahlung und als Verdunstungsschutz hat sie einen dichten Mantel aus feinen weißen Haaren. Und gegen das Austrocknen hilft ihr die Sukkulenz der Blätter.


Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: xxx
  • Kroatisch: xxx
  • Englisch: xxx
  • Französisch: xxx
  • Italienisch: assenzio litorale francese
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Artemisia caerulescens subsp. gallica (Willdenow) K. Persson, 1974


Namensherkunft

Artemis = Griechische Göttin des Waldes, der Frauen und Kinder

Lateinisch caeruleus, -a, -um = blau, himmelblau

Lateinisch gallica = aus Gallien stammend


Basionym

Artemisia gallica Willdenow, 1803


Synonyme

  • Artemisia maritima subsp. gallica (Willd.) Corb., 1894
  • Artemisia caerulescens var. densiflora (Viv.) Gamisans, 1993


Schutzstatus

Artemisia caerulescens subsp. gallica (Willdenow) K. Persson, 1974 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Pag 10/2012
  • Flach, fast kriechend wachsende Pflanze, die sich zum Schutz vor Wind und Sonne zwischen Steinen duckt.
  • Auch die Blütenstängel sind nur ganz leicht erhaben.
  • Höhe: bis 8 cm






Die Blüte

Blüte, Pag 10/2012
  • Am Ende des nur leicht erhabenen Stängel sitzen die kleinen Blüten dicht in einer kurzen Rispe.
  • Die Knospen sind fest von fleischigen und dicht behaarten Kelchblättern umschlossen.
  • Die Blüte besteht ausschließlich aus Röhrenblüten, das Blütenköpfchen ist oval bis kugelig.
  • Blütezeit : November
  • Durchmesser der Blüte: 3 mm
  • Blütenfarbe: gelb





Die Frucht

  • Die winzigen Achänen sind birnenförmig und tragen keinen Pappus.
  • Reifezeit: Dezember


Blatt und Stängel

Blatt, Pag 10/2012
  • Die Blätter sind fiederteilig.
  • Die einzelnen Fiedern sind dick und rund.
  • Auch der Stängel ist dick und rund. Er ist an der Basis verholzt.
  • Blätter und Stängel sind filzartig mit feinen, weißen Haaren bedeckt.







Ökologie

Artemisia caerulescens subsp. gallica (Willdenow) K. Persson, 1974 ist Raupenfutterpflanze für Scrobipalpa gallicella Constant, 1885, Familie Gelechiidae Stainton, 1854 – Palpenmotten, Ordnung Lepidoptera Linné, 1758 – Schmetterlinge, leptiri.


Lebensraum

Trockene, steinige Habitate mit extremer Sonneneinstrahlung.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Westlicher Mittelmeerraum
  • Neue Vorkommen: nn
  • Fundort: Kroatien - Pag



Nutzung

Es wurde nachgewiesen, dass das essentielle Öl, das aus den Blättern gewonnen wurde, eine entzündungshemmende und fiebersenkende Wirkung hat.
Außerdem soll es gegen Asthma helfen.









Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj



  • Joop H.J. Schaminée et al.: Vegetation analysis and distribution maps for EUNIS habitats – Task 1 & 2, 24.01.2015
  • Kuldeep Singh Lehra et al 2014: Anti-inflammtory agents from plants, Indian Journal of Natural Products and Resources, Vol 5(2), pp 121-128
  • Walter Starmühler 2003: Vorarbeiten zu einer „Flora von Istrien“ Teil VII, Carinthia II, 194./114 Jahrgang, pp 591-651 – Erwähnung von A. caerulescens subsp. gallica