Briza maxima Linné, 1753
Briza maxima Linné, 1753 – Großes Zittergras, velika treslica
Dieses dekorative Gras treibt im Mai die zierlichen Ährchen, die, wenn die Früchte reif sind, leicht im Wind schwingen. Daher kommt auch der Gattungsname "briza".
Es ist ein typischer Vertreter der Garrigues rund um das Mittelmeer und Charakterart verschiedener EUNIS-Habitate.
Briza maxima Linné, 1753 - velika treslica, great quakinggrass
In May this ornamental grass produces delicate spikelets, which, when the fruits are ripe, gently vibrate in the wind. This is the origin of the genus name "briza".
It is a typical representative of the garrigue vegetation around the Mediterranean Sea and a characteristic species of various EUNIS habitats.
Systematik
- Klasse Magnoliopsida Brongniart, 1843 - Bedecktsamer, kritosjemenjače
- Gruppe Commeliniden, komelinovke
- Ordnung Ordnung Poales Small, 1903 - Süßgrasartige, travolike
- Familie Poaceae (Brown) Barnhart, 1895 - Süßgräser, trave
- Unterfamilie Pooideae Bentham, 1861
- Tribus Poeae R.Brown, 1814
- Subtribus Brizinae Tzvelev, 1961
- Gattung Briza Linné, 1753
Trivialnamen
- Deutsch: Großes Zittergras
- Kroatisch: velika migalica, velika treslica
- Englisch: great quakinggrass, nodding grass, pearl grass
- Französisch: grande amourette, grande brize
- Italienisch: briza maggiore, sonaglini maggiori
- Slowenisch: velika migalica
- Spanisch: bailarinas, lágrimas
- Tschechisch třeslice větší
- Ungarisch: nagy rezgőfű
Wissenschaftlicher Name
Briza maxima Linné, 1753
Namensherkunft
Lateinisch Briza = spanisch für Brise, sanfter Wind. Die Ährchen werden durch diese sanft schaukelnd bewegt.
Lateinisch maxima = größtes (der Zittergräser)
Basionym
Briza maxima Linné, 1753
Synonyme
- Briza monspessulana Gouan, 1762
- Briza rubra Lamarck, 1791
- Briza grandis Salisbury, 1796
- Briza major Presl, 1818
- Briza pulchella Kunth, 1829
- Briza dalmatica Gandoger, 1883
Schutzstatus
Briza maxima Linné, 1753 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.
Morphologie und Größe
Habitus
- Das Zittergras ist eine einjährige Pflanze.
- Sie wächst in kleineren Horsten.
- Höhe: bis 45 cm (auf Vir)
Die Blüte
- Die Blüten sitzen in bis herzförmigen und abgeflachten Ährchen.
- 2x8 Spelzen mit etwa 12 Blüten pro Ährchen.
- Deckspelze rot überlaufen, alle mit breitem, verdicktem Rand.
- Hier sitzen feine Hährchen.
- Blütezeit : Mai
- Länge der Ährchen: 5-8 mm
- Blütenfarbe: gelb
Die Frucht
- Die Früchte sitzen in den Ährchen, diese vertrocknen und werden nun auffällig vom Wind bewegt.
- Reifezeit: Ende Mai
Blatt und Stängel
- Die Stängel sind glatt, unverzweigt und kahl.
- An der Basis wachsen zahlreiche lange und schmale Blätter.
- Den Internodien entspringen die langen, schmalen Blätter in großen Abständen.
- Alle Blattspreiten sind glatt, die Ränder leicht ausgefranst.
- Die Blattscheiden sind lang und glatt.
- Das Blatthäutchen ist glatt und weiß und wächst etwa 5 mm den Stängel entlang.
Ökologie
- Die Larven folgender Vertreter der <Ordnung Diptera Linné, 1758 - Zweiflügler, dvokrilci minieren in Blättern oder Stängeln von
- ✔ Liriomyza flaveola Fallén, 1823 – die Larven sind polyphag und minieren in den Blättern verschiedener Arten der Familie Poaceae (Brown) Barnhart, 1895 - Süßgräser, trave.
- In den Winkeln der Blattscheiden konnte ich häufig Ameisen beobachten, die dort Flüssigkeit aufgenommen haben (siehe Bild).
- Folgende Pilze besiedeln Briza maxima Linné, 1753:
- ✔ Tilletia viennotii Sydow, 1937 wächst in den Ährchen und bildet Gallen. Der Pilz ist polyphag.
- ✔ Blumeria graminis (de Candolle) Speer, 1975 – Echter Mehltau, pepelnice wächst an der Unterseite der Blätter
- ✔ Ceratorhiza rhizodes (Auerswald) Xu,Harrington, Gleason & Batzer 2010 – dieser Pilz dringt mit seinem Myzel in die Wuzeln ein, lebt auch mit verschiedenen ‘‘‘Orchideen‘‘‘, kačunovice
- ✔ Auf meinem Bild oben ist ein unidentifizierter Rostpilz zu sehen.
Lebensraum
- Dieses Gras bevorzugt offene, trockene Habitate mit kalkreichem Boden.
- Briza maxima Linné, 1753 ist Charakterart folgender EUNIS-Habitate:
- ✔ R1 E - Mediterranean tall perennial dry grassland
- ✔ S62 - Western acidophilous garrigue
- ✔ S63 – Eastern garrigue
- ✔ S72 - Eastern Mediterranean spiny heath (phrygana)
Geografische Verbreitung
- Herkunft: Mittelmeerraum
- Weitere Vorkommen: Weltweit als Zierpflanze
- Fundort: Kroatien - Otok Vir
Nutzung
- Als Zierpflanze: Dieses dekorative Gras findet man in Gärten, wird aber auch in Trockensträuße eingearbeitet.
Links, Literatur und Quellen
© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj
- Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]
- Kroatiens Fauna und Flora - Aktuelles
- Plavi muzej i plavi kafe
- Encyclopedia of Life EoL
- EPPO, European and Mediterranean Plant Protection Organization
- European Environment Agency EUNIS
- EUNIS Factsheet R1 E - Mediterranean tall perennial dry grassland *[ EUNIS Factsheet]
- FloraVeg.EU
- EUNIS Factsheet - S62 - Western acidophilous garrigue
- EUNIS Factsheet - S63 – Eastern garrigue
- EUNIS Factsheet - S72 - Eastern Mediterranean spiny heath (phrygana)
- Flora Croatica Database
- Global Diversity Information Facility GBiF
- Info Flora CH
- Invasive USA, California
- PAN-European species directories infrastructure - PESI
- Plant Parasites of Europe
- Plants of the World Online
- Wikispecies