Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 31. August 2026, 14:54 Uhr
Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 - Stechendes Sternauge, trnoviti ušac
Ein wahrer Überlebenskünstler in trockenen Habitaten ist diese Pflanze. Sie schützt sich vor der extremen Hitze mit einer dichten, kurzen Behaarung sowie rötlich überlaufenden Stängeln. Das Sternauge ist mehrjährig und verholzt an der Basis. Und sie ist Futterpflanze für unzählige einheimische Insekten wie Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792, der den Pollen frisst. Dessen Larven allerdings dringen in das Pflanzengewebe ein und entwickeln sich dort.
Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 - spiny golden star, trnoviti ušac
This plant is a true master of survival in dry habitats. It protects itself from extreme heat with a dense, short covering of hairs and stems that are tinged with red. The plant is perennial and becomes woody at the base. It also serves as a food source for countless native insects, such as Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792, which feeds on the pollen; the larvae of this beetle, however, bore into the plant tissue and develop there.
Systematik
- Klasse Magnoliopsida Brongniart, 1843 - Bedecktsamer, kritosjemenjače
- Gruppe Eudikotyledonen
- Untergruppe Kerneudikotyledonen
- 2. Untergruppe Asteriden - Asternartige
- Euasteriden II
- Ordnung Asterales Lindley, 1833 - Asternartige, zvjezdanolike
- Familie: Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke
- Unterfamilie Asteroideae (Cass.) Lindl. in Loud., 1829
- Tribus Inuleae Cassini, 1819
- Gattung Pallenis Cassini, 1818
Trivialnamen
- Deutsch: Stechendes Sternauge
- Kroatisch: trnoviti ušac, voluje oko
- Englisch: spiny starwort, spiny golden star
- Französisch: astérolide épineux, buphthalme épineux
- Italienisch: asterisco spinoso
- Slowenisch: bodeči palenis
- Spanisch: pincho, árnica de secano, estrellada espinosa
- Tschechisch hvězdička ostnitá
- Ungarisch: xxx
Wissenschaftlicher Name
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825
- Im östlichen Mittelmeerraum findet man laut Literatur die Unterart Pallenis spinosa subsp. asteroidea (Viv.) Greuter, 1997.
Namensherkunft
Lateinisch spinosa = dornig
Basionym
- Buphthalmum spinosum Linné, 1753
Synonyme
- Asteriscus spinosus (L.) Schultz Bipontinus, 1846
- Buphthalmum durum Linné, 1763
- Athalmum spinosum Kuntze, 1891
- Pallenis croatica Graebner, 1906
Schutzstatus
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.
- Man findet die Pflanze an der Küste fast überall, aber nie in größeren Beständen.
Morphologie und Größe
Habitus
- Mehrjährige, krautige Pflanze mit vielen Verzweigungen, die geschützt sehr hoch werden kann.
- Ist sie der Bura ausgesetzt, wächst sie fast kriechend.
- An der Basis oft verholzt
- Höhe maximal 700 mm
Die Blüte
- Am Ende jedes Stängels sitzt ein flach ausgebreitetes Blütenköpfchen.
- In der Mitte sitzen zahlreiche zwittrige Röhrenblüten, die sich von außen nach innen öffnen.
- Um diese Röhrenblüten sitzt ein Kranz weiblicher Zungenblüten. Sie sind breiter und tragen am äußersten Ende drei Zipfel.
- Unter jedem Blütenkörbchen sitzt ein Kranz grüner Hochblätter, die in einem spitzen Dorn enden.
- Diese Hüllblätter überragen die Blütenköpfchen deutlich.
- Darunter teilt sich der Hauptstängel dreimal, jeder dieser Nebenstängel trägt ebenfalls eine Blüte.
- Blütezeit : Mai bis November
- Durchmesser der Blüte: 20 mm
- Blütenfarbe: gelb
Mit Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792, Vir 05/2010
Mit Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792, Vir 05/2010
Nin 06/2011
Vir 05/2010
Vir 05/2012
Vir 06/2012
Vir 05/2014
Vir 05/2014
Die Frucht
- Die Früchte sind Achänen.
- Sie sind eiförmig und doppelt geflügelt.
- Sie werden etwa 2,5 mm lang
- Sie werden hauptsächlich durch den Wind verbreitet.
- Reifezeit: ab Juni
Blatt und Stängel
- Die Blätter sitzen gegenständig.
- Stiel- und Hochblätter schmal-elliptisch und stark behaart.
- Die Stielblätter laufen spitz zu, an der Basis umfassen sie den Stängel.
- Stängel rund und dicht mit langen Haaren besetzt. Grün, manchmal rötlich.
Ökologie
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist Raupenfutterpflanze für folgende Vertreter der Ordnung Lepidoptera Linné, 1758 – Schmetterlinge, leptiri:
- ✔ Epischnia illotella Zeller, 1839 ist monophag 2. Grades. Die Larven spinnen an der Blattunterseite einen Kokon, auf verschiedenen Vertretern der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist Nahrungspflanze für folgende Vertreter der Unterordnung Heteroptera Latreille, 1810 - Wanzen, stjenice:
- ✔ Odontotarsus robustus Jakovlev, 1883 ist polyphag. Nymphen und Imagines saugen an den Blättern.
- Besucher aus der Ordnung Coleoptera Linné, 1758 - Käferartige, kornjaši, tvrdokrilci:
Die Blüten werden gerne von Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792 besucht.
- ✔ Phytoecia virgula Charpentier, 1825: Die Larven sind monophag 2. Grades und bohren in den Stängeln verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist Nahrungspflanze für folgende Vertreter der Unterordnung Sternorrhyncha Latreille 1807 – Pflanzenläuse, jednakokrilci:
- Folgende Pilze besiedeln Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825:
- ✔ Entyloma mediterraneum Sydow, 1918 ist monophag 2. Grades und besiedelt die Blätter verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.
- ✔ Coleosporium asterisci-aquatici (Saccardo) Sydow & Sydow, 1921 ist monophag 2. Grades und besiedelt die Blätter verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike. Die Teliosporen (Überwinterung) sind säulenförmig.
Lebensraum
- An Waldsäumen und in Habitaten mit niedrigen Büschen.
- Aber auch trockene Habitate mit viel Sonne.
- Am Meer, aber auch im Landesinneren in wüstenähnlichen Habitaten.
- Therophyt, Hemikryptophyt
- Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist Charakterart folgender EUNIS-Habitate:
- ✔ V33 - Dry Mediterranean land with unpalatable non-vernal herbaceous vegetation
- ✔ R1 E - Mediterranean tall perennial dry grassland
- ✔ FF01 - Circum-mediterranean thermo- to supramediterranean pseudosteppes on sandy-loamy soils over calcareous bedrocks
Geografische Verbreitung
- Herkunft: Mittelmeerraum von Spanien bis Griechenland.
- Neue Vorkommen:
- Fundort: Kroatien - Nin, Otok Vir, Donji Karin
Nutzung
Es ist keine Nutzung von Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 bekannt.
Links, Literatur und Quellen
© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj
- Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]
- Kroatiens Fauna und Flora - Aktuelles
- Plavi muzej i plavi kafe
- Wiki Species – Gattung Pallenis Cassini, 1818
- Encyclopedia of Life EoL
- Flora Croatica Database
- EUNIS Factsheet V33 - Dry Mediterranean land with unpalatable non-vernal herbaceous vegetation
- EUNIS Factsheet R1 E - Mediterranean tall perennial dry grassland
- EUNIS Factsheet FF01 - Circum-mediterranean thermo- to supramediterranean pseudosteppes on sandy-loamy soils over calcareous bedrocks
- FloraVeg.EU
- Global Diversity Information Facility GBiF
- Info Flora CH
- Inventaire National du Patrimoine Naturel
- PAN-European species directories infrastructure - PESI
- Plant Parasites of Europe