Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825''' - Stechendes Sternauge, trnoviti ušac


Ein wahrer Überlebenskünstler in trockenen Habitaten ist diese Pflanze. Sie schützt sich vor der extremen Hitze mit einer dichten, kurzen '''Behaarung''' sowie rötlich überlaufenden Stängeln. Das Sternauge ist mehrjährig und verholzt an der Basis. Und sie ist Futterpflanze für unzählige einheimische Insekten wie [[Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792|Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792]], der den Pollen frisst. Dessen Larven allerdings dringen in das Pflanzengewebe ein und entwickeln sich dort.





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Otok Vir 05/2010


Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 - Stechendes Sternauge, trnoviti ušac

Ein wahrer Überlebenskünstler in trockenen Habitaten ist diese Pflanze. Sie schützt sich vor der extremen Hitze mit einer dichten, kurzen Behaarung sowie rötlich überlaufenden Stängeln. Das Sternauge ist mehrjährig und verholzt an der Basis. Und sie ist Futterpflanze für unzählige einheimische Insekten wie Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792, der den Pollen frisst. Dessen Larven allerdings dringen in das Pflanzengewebe ein und entwickeln sich dort.


Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Stechendes Sternauge
  • Kroatisch: trnoviti ušac, voluje oko
  • Englisch: spiny starwort, spiny golden star
  • Französisch: astérolide épineux, buphthalme épineux
  • Italienisch: asterisco spinoso
  • Slowenisch: bodeči palenis
  • Spanisch: pincho, árnica de secano, estrellada espinosa
  • Tschechisch hvězdička ostnitá
  • Ungarisch: xxx

Wissenschaftlicher Name

  • Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825
  • Im östlichen Mittelmeerraum findet man laut Literatur die Unterart Pallenis spinosa subsp. asteroidea (Viv.) Greuter, 1997.

Namensherkunft

Lateinisch spinosa = dornig

Basionym

  • Buphthalmum spinosum Linné, 1753

Synonyme

  • Asteriscus spinosus (L.) Schultz Bipontinus, 1846
  • Buphthalmum durum Linné, 1763
  • Athalmum spinosum Kuntze, 1891
  • Pallenis croatica Graebner, 1906

Schutzstatus

  • Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.
  • Man findet die Pflanze an der Küste fast überall, aber nie in größeren Beständen.

Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Nin 06/2011
Habitus, Donji Karin 06/2012
  • Mehrjährige, krautige Pflanze mit vielen Verzweigungen, die geschützt sehr hoch werden kann.
  • Ist sie der Bura ausgesetzt, wächst sie fast kriechend.
  • An der Basis oft verholzt
  • Höhe maximal 700 mm











Habitus, Otok Vir 11/2025











Die Blüte

Blüte, Nin 06/2011
  • Am Ende jedes Stängels sitzt ein flach ausgebreitetes Blütenköpfchen.
  • In der Mitte sitzen zahlreiche zwittrige Röhrenblüten, die sich von außen nach innen öffnen.
  • Um diese Röhrenblüten sitzt ein Kranz weiblicher Zungenblüten. Sie sind breiter und tragen am äußersten Ende drei Zipfel.
  • Unter jedem Blütenkörbchen sitzt ein Kranz grüner Hochblätter, die in einem spitzen Dorn enden.
  • Diese Hüllblätter überragen die Blütenköpfchen deutlich.
  • Darunter teilt sich der Hauptstängel dreimal, jeder dieser Nebenstängel trägt ebenfalls eine Blüte.
  • Blütezeit : Mai bis November
  • Durchmesser der Blüte: 20 mm
  • Blütenfarbe: gelb





Die Frucht

Stara Novalja 06/2018
  • Die Früchte sind Achänen.
  • Sie sind eiförmig und doppelt geflügelt.
  • Sie werden etwa 2,5 mm lang
  • Sie werden hauptsächlich durch den Wind verbreitet.
  • Reifezeit: ab Juni







Blatt und Stängel

Blatt, Otok Vir 05/2014
Stängel, Otok Vir 05/2014
Otok Vir 11/2025


  • Die Blätter sitzen gegenständig.
  • Stiel- und Hochblätter schmal-elliptisch und stark behaart.
  • Die Stielblätter laufen spitz zu, an der Basis umfassen sie den Stängel.
  • Stängel rund und dicht mit langen Haaren besetzt. Grün, manchmal rötlich.



Ökologie

Otok Vir 05/2010
✔ Epischnia illotella Zeller, 1839 ist monophag 2. Grades. Die Larven spinnen an der Blattunterseite einen Kokon, auf verschiedenen Vertretern der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.


Odontotarsus robustus Jakovlev, 1883 ist polyphag. Nymphen und Imagines saugen an den Blättern.



Die Blüten werden gerne von Oedemera (Oedemera) flavipes Fabricius, 1792 besucht.

✔ Phytoecia virgula Charpentier, 1825: Die Larven sind monophag 2. Grades und bohren in den Stängeln verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.


Aphis fabae Scopoli, 1763 - Schwarze Bohnenlaus, crna bobova lisna uš


  • Folgende Pilze besiedeln Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825:
✔ Entyloma mediterraneum Sydow, 1918 ist monophag 2. Grades und besiedelt die Blätter verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike.
✔ Coleosporium asterisci-aquatici (Saccardo) Sydow & Sydow, 1921 ist monophag 2. Grades und besiedelt die Blätter verschiedener Vertreter der Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke, glavočike. Die Teliosporen (Überwinterung) sind säulenförmig.











Lebensraum

120614 1296 Vir K.JPG
  • An Waldsäumen und in Habitaten mit niedrigen Büschen.
  • Aber auch trockene Habitate mit viel Sonne.
  • Am Meer, aber auch im Landesinneren in wüstenähnlichen Habitaten.
  • Therophyt, Hemikryptophyt









Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Mittelmeerraum von Spanien bis Griechenland.
  • Neue Vorkommen:
  • Fundort: Kroatien - Nin, Otok Vir, Donji Karin

Nutzung

Es ist keine Nutzung von Pallenis spinosa (L.) Cassini, 1825 bekannt.









Links, Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj