Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916: Unterschied zwischen den Versionen

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==Systematik==
==Systematik==
*'''Klasse''' Magnoliopsida Brongniart, 1843
*'''Klasse''' Magnoliopsida Brongniart, 1843 - Bedecktsamer, kritosjemenjače
*'''Gruppe''' Eudikotyledonen
*'''Gruppe''' Eudikotyledonen
*'''Gruppe''' Gruppe Eurosiden II
*'''Gruppe''' Gruppe Eurosiden II
*'''Ordnung''' [[Ordnung Sapindales Dumortier, 1829 - Seifenbaumartige|Sapindales Dumortier, 1829 - Seifenbaumartige]]
*'''Ordnung''' [[Ordnung Sapindales Dumortier, 1829|Sapindales Dumortier, 1829 - Seifenbaumartige, sapindolike]]
*'''Familie''' [[Familie Simaroubaceae de Candolle, 1811 - Bittereschengewächse|Simaroubaceae de Candolle, 1811 - Bittereschengewächse]]
*'''Familie''' [[Familie Simaroubaceae de Candolle, 1811|Simaroubaceae de Candolle, 1811 - Bittereschengewächse, pajaseni]]
*'''Unterfamilie''' Ailanthoideae Arnott in Wight & Arnott, 1834
*'''Unterfamilie''' Ailanthoideae Arnott in Wight & Arnott, 1834
*'''Tribus''' Ailantheae (Arnott)  Meisn. , 1837
*'''Tribus''' Ailantheae (Arnott)  Meisn. , 1837
*'''Subtribus''' Ailanthinae Engl. in Mart., 1874
*'''Subtribus''' Ailanthinae Engl. in Mart., 1874
*'''Gattung''' Ailanthus Desfontaines, 1788 - Götterbaum
*'''Gattung''' Ailanthus Desfontaines, 1788 - Götterbaum, pajasen
 
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==Trivialnamen ==
==Trivialnamen ==
*'''Deutsch:''' Götterbaum
*'''Deutsch:''' Götterbaum
*'''Kroatisch:''' pajasen
*'''Kroatisch:''' pajasen, žljezdasti pajasen, bogač, rajsko stablo
*'''Englisch:''' tree of heaven, ailanthus, stink tree  
*'''Englisch:''' tree of heaven, ailanthus, stink tree  
*'''Französisch:''' ailante, arbre du ciel
*'''Französisch:''' ailante, arbre du ciel
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*'''Ungarisch:''' xxx
*'''Ungarisch:''' xxx


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=Wissenschaftlicher Name==  
==Wissenschaftlicher Name==  
Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916
Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916
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==Namensherkunft==
==Namensherkunft==
Der einheimische Name '''Aylanto''' beschreibt sein Wachsum mit nach oben gerichteten Ästen.  
Der einheimische Name '''Aylanto''' beschreibt sein Wachsum mit nach oben gerichteten Ästen.  


Lateinisch '''altus''' = hoch, altissimus = der höchste
Lateinisch '''altus''' = hoch, altissimus = der höchste
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==Basionym==
==Basionym==
 
Toxicodendron altissimum Miller, 1768
*xxx
 
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==Synonyme==
==Synonyme==
*Rhus cacodendron Swingle, 1783


*Rhus cacodendron Swingle, 1783
==Schutzstatus==
*Toxicodendron altissimum Miller, 1768
Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916 ist in Kroatien nicht geschützt.


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Allerdings ist dieser Baum höchst [[Invasive Pflanzen|<span style="color:teal">'''Invasiv'''</span>]] und kann durch sein Gift die einheimische Flora verdrängen.


==Schutzstatus==  
==Morphologie und Größe==
==''Habitus''==
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 6.jpg|left|thumb| 250px|Habitus, Spielfeld 09/2011]]
*Baum mit schlankem Stamm und ausladender Krone.
*Wenn er eng gedrängt wächst, ist diese schmal und hoch.
*Die Äste ragen steil nach oben.
*'''Höhe''': bis 28 Meter


Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916 ist in Kroatien nicht geschützt.


Allerdings ist dieser Baum höchst invasiv und kann durch sein Gift die einheimische Flora verdrängen.


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==Morphologie und Größe==


''Habitus''


[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 6.jpg|left|thumb| 250px|Habitus, Spielfeld 09/2011]]




Baum mit schlankem Stamm und ausladender Krone. Wenn er eng gedrängt wächst, ist diese schmal und hoch. Die Äste ragen steil nach oben.


'''Höhe''': bis 28 Meter




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==''Die Blüte''==
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8824.jpg|left|thumb|300px|]]
* Der Götterbaum ist zweihäusig, es gibt männliche und weibliche Bäume.
* Die weiblichen Blüten haben nur wenige Staubblätter, diese sind steril.
* Die männlichen Blüten stehen in Rispen. Sie sind 5-strahlig mit 10 Staubblättern.
* '''Blütezeit''' : Mai
* '''Blütenfarbe''': weiß - cremefarben




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''Die Blüte''


Der Götterbaum ist zweihäusig, es gibt männliche und weibliche Bäume.
Die weißlichen Blüten stehen in Rispen. Sie sind 5-strahlig mit 10 Staubblättern.


'''Blütezeit''' : Mai


'''Blütenfarbe''': weißlich


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Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8823.jpg|Blütenstand mit männlichen Blüten, [[Vir]] 06/2016
Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8824.jpg|Männliche Blüte, [[Vir]] 06/2016
Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8826.jpg|[[Vir]] 06/2016
Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8825.jpg|An der Rispenbasis sitzt jeweils ein Knoten = eine Nektardrüse [[Vir]] 06/2016
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==''Die Frucht''==
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 4.jpg|left|thumb|300px|Frucht, Spielfeld 09/2011]]
*Ailanthus produziert Früchte in großen Mengen.
*Jeweils eine Nuss ist in einer beidseitig geflügelten und leicht verdrehten Fruchthülle eingebettet.
*Sie liegt zentral.




''Die Frucht''


[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 4.jpg|left|thumb| 250px|Frucht, Spielfeld 09/2011]]




Ailanthus produziert Früchte in großen Mengen. Jeweils eine Nuss ist in einer beidseitig geflügelten und leicht verdrehten Fruchthülle eingebettet. Sie liegt zentral.




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==''Der Stamm''==
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 8.jpg|left|thumb|250px|Stamm, Spielfeld 09/2011]]
*Der Stamm ist gerade und im Verhältnis zur Größe des Baumes schlank.
*Die Borke ist grau und längs-rissig.










''Das Blatt''
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 3.jpg |left|thumb| 250px| Blatt, Spielfeld 09/2011]]




Die gefiederten Blätter sind kräftig grün und können eine Länge von 100 cm erreichen.
Sie bestehen aus einer größeren Anzahl gegenständiger Teilblätter sowie einem endständigen Blatt.
Der Blattstiel ist hell und dicht behaart.




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==''Das Blatt''==
[[Datei:Ailanthus altissima - Götterbaum, A 110903 3.jpg |left|thumb|250px| Blatt, Spielfeld 09/2011]]
*Die gefiederten Blätter sind kräftig grün und können eine Länge von 100 cm erreichen.
*Sie bestehen aus einer größeren Anzahl gegenständiger Teilblätter sowie einem endständigen Blatt.
*Der Blattstiel ist hell und dicht behaart.
*An der Basis der Fiedern sitzen zahlreiche extraflorale Nektarien über die der Baum überschüssige Zucker abgeben kann. '''( → Siehe Links und Quellen)'''.




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==Ökologie==


Dieser Baum zählt zum einen zu den 100 schlimmsten [http://www.europe-aliens.org/pdf/Ailanthus_altissima.pdf invasiven Arten]. Andererseits bietet er zum Beispiel Bienen viel Nektar.




''Ausbreitung''




[[Datei:Ailanthus altissimus 130923 4323.jpg|left|thumb| 250px|Vir 09/2013]]


Dieses Bild zeigt recht deutlich, wie schnell Ailanthus ganze Flächen in Beschlag nehmen kann. Gegenüber der einheimischen Flora hat er einige Vorteile, die ihm dazu verhelfen:


Er hat hier keine natürlichen Feinde, die ihn in seinem Heimatland eindämmen.


Die Wurzeln produzieren wachstumshemmende Stoffe, die andere Pflanzen erst gar nicht hochkommen lassen.


Und er produziert Unmengen an Samen, die sehr keimfreudig sind.


Außerdem ist er bezüglich seines Habitats sehr anspruchslos.








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==Ökologie==
Dieser Baum zählt zum einen zu den 100 schlimmsten [http://www.europe-aliens.org/pdf/Ailanthus_altissima.pdf invasiven Arten]. Andererseits bietet er zum Beispiel Bienen viel Nektar.


''Ausbreitung''


[[Datei:Ailanthus altissimus 130923 4323.jpg|left|thumb|300px|Vir 09/2013]]
Dieses Bild zeigt recht deutlich, wie schnell Ailanthus ganze Flächen in Beschlag nehmen kann. Gegenüber der einheimischen Flora hat er einige Vorteile, die ihm dazu verhelfen:


Er hat hier keine natürlichen Feinde, die ihn in seinem Heimatland eindämmen.


Die Wurzeln produzieren wachstumshemmende Stoffe, die andere Pflanzen erst gar nicht hochkommen lassen.


Und er produziert Unmengen an Samen, die sehr keimfreudig sind.


Außerdem ist er bezüglich seines Habitats sehr anspruchslos.






''Honiglieferant''


Durch die große Anzahl an Blüten ist Ailanthus natürlich eine gute Bienenweide. Und auch sein Honig wird geschätzt.






''Natürliche Feinde'' in seiner Heimat


''Honiglieferant''


*Samia cynthia Drury, 1773 - Götterbaum-Spinner
Durch die große Anzahl an Blüten ist Ailanthus natürlich eine gute Bienenweide. Und auch sein Honig wird geschätzt.


: Wurde bereits in Italien, Österreich und dem Balkan nachgewiesen


''Natürliche Feinde'' in seiner Heimat
*'''Samia cynthia Drury, 1773''' - Götterbaum-Spinner
:Wurde bereits in Italien, Österreich und dem Balkan nachgewiesen


*Atteva aurea Fitch, 1856 - Ailanthus webworm


*'''Atteva aurea Fitch, 1856''' - Ailanthus webworm
:Wurde in den USA nachgewiesen  
:Wurde in den USA nachgewiesen  


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*Der Pilz '''Verticillium nonalfalfae Inderb. et al.''' - Welkepilz - siehe auch unter '''Bekämpfung'''


==Lebensraum==
==Lebensraum==
Er ist anspruchslos und kann fast alle Habitate besiedeln.  
Er ist anspruchslos und kann fast alle Habitate besiedeln.  
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==Geografische Verbreitung==
==Geografische Verbreitung==
*'''Herkunft'''
*'''Herkunft''' Die ursprüngliche Heimat des Baumes ist China
*'''Vorkommen'''  
*'''Vorkommen''' Weltweit
*'''Fundort'''  
*'''Fundort''' Österreich - Spielfeld, Kroatien - Vir, Zagreb, Nin
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==Nutzung==
==Nutzung==
In China wird er vor allem für die '''Seidenraupenzucht''' gepflanzt.  
*In China wird er vor allem für die '''Seidenraupenzucht''' gepflanzt.
*Honiglieferant.
*In Österreich wird geprüft, ob das Holz als '''Nutzholz''' geeignet ist:
*Auch wenn dieser Baum genutzt werden kann und vielleicht auch wird, die Gefahr der Ausbreitung ist da bzw. er hat schon große Flächen für sich beansprucht. Deshalb sollte er nicht gepflanzt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
 
==[[Giftpflanzen|<span style="color:red">Giftigkeit</span>]]==
Ailanthus enthält verschiedene Giftstoffe. In den Blättern sind es '''Alkaloide''', die Tieren zum Verhängnis werden können. Und auch die Rinde ist für Mensch und Tier giftig. Verantwortlich dafür ist das '''Chaparrinon'''.
 
==Bekämpfung==
[[Datei:Ailanthus altissima WFlo 260719 9709.JPG|left|thumb|300px|Pilzbefall, Wien Floridsdorf 07/2026]]
[[Datei:Ailanthus altissima WFlo 260719 9781.JPG|right|thumb|300px|Wien Floridsdorf 07/2026]]
 
Mittlerweile gilt dieser Baum in ganz Europa als invasiv. Meistens wird er mechanisch bekämpft.
 
Eine neuere Möglichkeit ist eine Impfung mit dem Pilz '''Verticillium nonalfalfae Inderb. et al.''' - Welkepilz. Die Blätter kräuseln sich, welken und sterben schließlich ab. Entwickelt wurde dieses Mittel an der BOKU Wien und wird unter dem Handelsnamen '''Ailantex''' vertrtrieben.
 
Da dieser Pilz nicht [[Monophag|'''monophag''']] ist, ist natürlich die Gefahr gegeben, dass er sich auf andere Pflanzen ausbreitet. Denn er wächst auch auf Arten der [[Familie Solanaceae Jussieu, 1789|'''Familie Solanaceae Jussieu, 1789''' - Nachtschattengewächse, pomočnice]] wie [[Solanum tuberosum Linné, 1753|Solanum tuberosum Linné, 1753 - Kartoffel, krumpir]],[[Solanum melongena Linné, 1753|Solanum melongena Linné, 1753 - Melanzani, patlidžan]] oder [[Solanum lycopersicum Linné, 1753|Solanum lycopersicum Linné, 1753 - Paradeiser, rajčica]]. Aber auch [[Actinidia deliciosa (Chev.) Liang & Ferguson, 1984|Actinidia deliciosa (Chev.) Liang & Ferguson, 1984 - Kiwi, kiwi]] oder Spinacia oleracea Linné, 1753 - Spinat, špinat.


Honiglieferant.
In Österreich wird geprüft, ob das Holz als '''Nutzholz''' geeignet ist:
Auch wenn dieser Baum genutzt werden kann und vielleicht auch wird, die Gefahr der Ausbreitung ist da bzw. er hat schon große Flächen für sich beansprucht. Deshalb sollte er nicht gepflanzt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.


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==<span style="color:red"> Giftigkeit </span>==
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==Links und Literatur==






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==Links, Literatur und Quellen==
© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj
© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj




*[https://www.facebook.com/KroatienMollusca Kroatiens Fauna und Flora - Aktuelles]


*[http://www.dzzp.hr/dokumenti_upload/20100309/dzzp201003090919380.pdf Red List Croatia]
*'''Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora:''' [[http://kroatiens-fauna-und-flora.org/index.php?title=Kroatiens_Fauna_und_Flora:Richtlinien]]
*'''[https://www.facebook.com/KroatienMollusca Kroatiens Fauna und Flora - Aktuelles]'''
*'''[https://web.facebook.com/Plavi-muzej-i-Plavi-Kafe-u-Ninu-1351706491521541/ Plavi muzej i plavi kafe]'''


*[http://hirc.botanic.hr/fcd/Search.aspx Flora Croatica Database]


*[https://species.wikimedia.org/wiki/Main_Page Wiki Species]




*[http://hirc.botanic.hr/fcd/CrvenaKnjiga/ Crvena Knijga]
*[http://hirc.botanic.hr/fcd/DetaljiFrame.aspx?IdVrste=530&taxon=Ailanthus+altissima+(Mill.)+Swingle Flora Croatica Database]
*[https://species.wikimedia.org/wiki/Ailanthus_altissima Wiki Species]
*[http://www.theplantlist.org/tpl/record/kew-2626815 The Plant List]
*[https://www.infoflora.ch/de/assets/content/documents/neophyten/inva_aila_alt_d.pdf Info Flora CH]
*[http://www.europe-aliens.org/speciesFactsheet.do?speciesId=16970 DAISIE]
*[https://www.kaunergrat.at/naturpark/projekte/projekt-detailseite/news/detail/ailantex-pilz-versus-goetterbaum/ Ailantex]
*[https://www.facebook.com/natureparkvelebit/posts/pfbid02Dth4qLtGrM2T355GFeRxi2MS4YaxHa4rfRvAJbjviBFL2AEFFerwQ8GDLPLNWBvzl Park prirode Velebit]


*'''Danijela Poljuha, Mirela Uzelac, Tea Zubin Ferri, Danijela Damijanić, Mihaela Šimunić, Hrvoje Korovljević, Tim Weber, Barbara Sladonja 2023:''' Morphology of extrafloral nectaries of Ailanthus altissima (Mill.) Swingle (Simaroubaceae), Periodicum biologorum, Vol. 125 No. 1-2, 2023, [https://doi.org/10.18054/pb.v125i1-2.24852 doi]




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Österreich - Spielfeld 09/2011



Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Götterbaum
  • Kroatisch: pajasen, žljezdasti pajasen, bogač, rajsko stablo
  • Englisch: tree of heaven, ailanthus, stink tree
  • Französisch: ailante, arbre du ciel
  • Italienisch: albero del paradiso, ailanto
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: Árbol del cielo
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx

Wissenschaftlicher Name=

Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916

Namensherkunft

Der einheimische Name Aylanto beschreibt sein Wachsum mit nach oben gerichteten Ästen.

Lateinisch altus = hoch, altissimus = der höchste

Basionym

Toxicodendron altissimum Miller, 1768

Synonyme

  • Rhus cacodendron Swingle, 1783

Schutzstatus

Ailanthus altissima (Miller) Swingle, 1916 ist in Kroatien nicht geschützt.

Allerdings ist dieser Baum höchst Invasiv und kann durch sein Gift die einheimische Flora verdrängen.

Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Spielfeld 09/2011
  • Baum mit schlankem Stamm und ausladender Krone.
  • Wenn er eng gedrängt wächst, ist diese schmal und hoch.
  • Die Äste ragen steil nach oben.
  • Höhe: bis 28 Meter












Die Blüte

Ailanthus altissima - Götterbaum Vir 160608 8824.jpg
  • Der Götterbaum ist zweihäusig, es gibt männliche und weibliche Bäume.
  • Die weiblichen Blüten haben nur wenige Staubblätter, diese sind steril.
  • Die männlichen Blüten stehen in Rispen. Sie sind 5-strahlig mit 10 Staubblättern.
  • Blütezeit : Mai
  • Blütenfarbe: weiß - cremefarben







Die Frucht

Frucht, Spielfeld 09/2011
  • Ailanthus produziert Früchte in großen Mengen.
  • Jeweils eine Nuss ist in einer beidseitig geflügelten und leicht verdrehten Fruchthülle eingebettet.
  • Sie liegt zentral.








Der Stamm

Stamm, Spielfeld 09/2011
  • Der Stamm ist gerade und im Verhältnis zur Größe des Baumes schlank.
  • Die Borke ist grau und längs-rissig.












Das Blatt

Blatt, Spielfeld 09/2011
  • Die gefiederten Blätter sind kräftig grün und können eine Länge von 100 cm erreichen.
  • Sie bestehen aus einer größeren Anzahl gegenständiger Teilblätter sowie einem endständigen Blatt.
  • Der Blattstiel ist hell und dicht behaart.
  • An der Basis der Fiedern sitzen zahlreiche extraflorale Nektarien über die der Baum überschüssige Zucker abgeben kann. ( → Siehe Links und Quellen).












Ökologie

Dieser Baum zählt zum einen zu den 100 schlimmsten invasiven Arten. Andererseits bietet er zum Beispiel Bienen viel Nektar.

Ausbreitung

Vir 09/2013

Dieses Bild zeigt recht deutlich, wie schnell Ailanthus ganze Flächen in Beschlag nehmen kann. Gegenüber der einheimischen Flora hat er einige Vorteile, die ihm dazu verhelfen:

Er hat hier keine natürlichen Feinde, die ihn in seinem Heimatland eindämmen.

Die Wurzeln produzieren wachstumshemmende Stoffe, die andere Pflanzen erst gar nicht hochkommen lassen.

Und er produziert Unmengen an Samen, die sehr keimfreudig sind.

Außerdem ist er bezüglich seines Habitats sehr anspruchslos.





Honiglieferant

Durch die große Anzahl an Blüten ist Ailanthus natürlich eine gute Bienenweide. Und auch sein Honig wird geschätzt.


Natürliche Feinde in seiner Heimat

  • Samia cynthia Drury, 1773 - Götterbaum-Spinner
Wurde bereits in Italien, Österreich und dem Balkan nachgewiesen


  • Atteva aurea Fitch, 1856 - Ailanthus webworm
Wurde in den USA nachgewiesen


  • Der Pilz Verticillium nonalfalfae Inderb. et al. - Welkepilz - siehe auch unter Bekämpfung

Lebensraum

Er ist anspruchslos und kann fast alle Habitate besiedeln.

Geografische Verbreitung

  • Herkunft Die ursprüngliche Heimat des Baumes ist China
  • Vorkommen Weltweit
  • Fundort Österreich - Spielfeld, Kroatien - Vir, Zagreb, Nin

Nutzung

  • In China wird er vor allem für die Seidenraupenzucht gepflanzt.
  • Honiglieferant.
  • In Österreich wird geprüft, ob das Holz als Nutzholz geeignet ist:
  • Auch wenn dieser Baum genutzt werden kann und vielleicht auch wird, die Gefahr der Ausbreitung ist da bzw. er hat schon große Flächen für sich beansprucht. Deshalb sollte er nicht gepflanzt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Giftigkeit

Ailanthus enthält verschiedene Giftstoffe. In den Blättern sind es Alkaloide, die Tieren zum Verhängnis werden können. Und auch die Rinde ist für Mensch und Tier giftig. Verantwortlich dafür ist das Chaparrinon.

Bekämpfung

Pilzbefall, Wien Floridsdorf 07/2026
Wien Floridsdorf 07/2026

Mittlerweile gilt dieser Baum in ganz Europa als invasiv. Meistens wird er mechanisch bekämpft.

Eine neuere Möglichkeit ist eine Impfung mit dem Pilz Verticillium nonalfalfae Inderb. et al. - Welkepilz. Die Blätter kräuseln sich, welken und sterben schließlich ab. Entwickelt wurde dieses Mittel an der BOKU Wien und wird unter dem Handelsnamen Ailantex vertrtrieben.

Da dieser Pilz nicht monophag ist, ist natürlich die Gefahr gegeben, dass er sich auf andere Pflanzen ausbreitet. Denn er wächst auch auf Arten der Familie Solanaceae Jussieu, 1789 - Nachtschattengewächse, pomočnice wie Solanum tuberosum Linné, 1753 - Kartoffel, krumpir,Solanum melongena Linné, 1753 - Melanzani, patlidžan oder Solanum lycopersicum Linné, 1753 - Paradeiser, rajčica. Aber auch Actinidia deliciosa (Chev.) Liang & Ferguson, 1984 - Kiwi, kiwi oder Spinacia oleracea Linné, 1753 - Spinat, špinat.









Links, Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj






  • Danijela Poljuha, Mirela Uzelac, Tea Zubin Ferri, Danijela Damijanić, Mihaela Šimunić, Hrvoje Korovljević, Tim Weber, Barbara Sladonja 2023: Morphology of extrafloral nectaries of Ailanthus altissima (Mill.) Swingle (Simaroubaceae), Periodicum biologorum, Vol. 125 No. 1-2, 2023, doi