Familie Boraginaceae Jussieu, 1789: Unterschied zwischen den Versionen

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(Unterfamilie Boraginoideae Arnott, 1832)
(Gattung Anchusella Bigazzi et al., 1997)
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Version vom 23. September 2021, 18:54 Uhr

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Kennzeichen der Familie Boraginaceae Jussieu, 1789 in Kroatien

  • Deutscher und Kroatischer Name: Raublattgewächse, porečnice
  • Namensherkunft: abu araq kommt aus dem Arabischen - schweißtreibend. Im Mittelalter wurde daraus Borrago
  • Weltweit ca.2600 Arten
  • Habitus: Krautige Pflanzen mit rau behaarten Blättern, Blüten meist in Blautönen
  • Besonderheiten: Alle Vertreter enthalten hohe Konzentrationen verschiedener giftiger Pyrrolizidinalkaloide. Sie sind auch in den Samen enthalten.
  • Natürliches Vorkommen: Die meisten Arten findet man rund ums Mittelmeer
  • Lebensraum: Trockene, sonnige Habitate. Oft auf Ruderalstellen und Straßenrändern.
  • Blüte : Sie stehen oft in einem Wickel, der sich beim Aufblühen nach und nach streckt. Im unteren Bereich bilden sich bereits die ersten Früchte.
  • Früchte: Klausenfrüchte mit meist 4 Klausen.


Bezeichnung der Familie Boraginaceae Jussieu, 1789 in anderen Sprachen

  • Englisch: Borage Family
  • Französisch: Les Boraginacées
  • Italienisch:


Synonyme der Familie Boraginaceae Jussieu, 1789

  • Anchusaceae Vest, 1818
  • Buglossaceae Hoffmanns. & Link, 1809
  • Heliotropiaceae Schrader, 1819



Die Arten innerhalb der Familie Boraginaceae Jussieu, 1789 in Kroatien

Unterfamilie Boraginoideae Arnott, 1832

Tribus Asperugeae Zakirov ex Ovczinnikova, 2007

Gattung Asperugo Linné, 1753 - Scharfkraut

Tribus Boragineae Reichenbach, 1831

Gattung Anchusa Linné, 1753 - Ochsenzungen

Anchusa arvensis (L.) Bieberstein, 1808
Anchusa arvensis (L.) Bieberstein, 1808 NeWa 140702 4662.jpg
  • Fundort: Neunburg vorm Wald 07/2017
  • Deutsch und Kroatisch: Acker-Ochsenzunge, poljski volujak
  • Lebensraum: Ackerränder, Äcker, Wegränder
  • Habitus: Einjährige, niedrig wachsende Pflanze mit zahlreichen Verzweigungen im oberen Drittel.
  • Blätter: Sie sind länglich-oval und gewellt. Sie sind – wie der Stängel auch – dicht mit festen Haaren besetzt.
  • Blüte: Die kleinen Blüten sitzen in zu mehreren am Ende des Blütenstängels. Sie haben eine lange, gebogene Kronröhre.
  • Blütezeit: Mai - August
  • Blütenfarbe: blau
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Eingebürgert
  • Herkunft: Asien
  • Invasive Pflanze: Diese Ochsenzunge ist seit langem Bestandteil der heimischen Flora.
  • Heilpflanze: In der Volksheilkunde ist eine Anwendung bei stumpfen Verletzungen überliefert.
  • Essbare Pflanzen in Kroatien: Anchusa wird in verschiedenen Quellen als essbar beschrieben. Allerdings wird vermutet, dass auch hier Lycopsamin enthalten ist, das leberschädigend und krebsauslösend wirkt.
  • Giftpflanze: In der Pflanze ist das Pyrrolizidin-Alkaloid Lycopsamin enthalten. Dieser sekundäre Pflanzenstoff schützt die Pflanze vor Fraßfeinden. Beim Menschen kann es die Leber schädigen oder Krebs auslösen.


Anchusa azurea Miller, 1768
Anchusa azurea Nin 120522 423.jpg
  • Fundort: Nin 05/2012
  • Deutsch und Kroatisch: Italienische Ochsenzunge, modri volujak
  • Lebensraum: Ruderalflächen, offene Grasflächen
  • Habitus: Mittelgroße, mehrjährige Pflanze
  • Blätter: Die ungestielten Blätter sind länglich-oval und behaart
  • Blüte: Die 5-strahlige Blüte besteht aus einem Kreis weiß behaarter Kelchblätter und einem Kreis kräftig blauer, spateliger Kronblätter.
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Blütenfarbe: blau
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ
  • Zierpflanze: In Europa und auch in Amerika ist sie wegen ihrer langen Blüte eine beliebte Pflanze für Rabatte und Beete. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kultivare.
  • Heilpflanze: Die Wirkstoffe sind in der ganzen Pflanze verteilt. Sie wirken diuretisch.
  • Giftpflanze: Von einer Verwendung wird heute abgesehen, da in der Pflanze Lycopsamin enthalten ist, das leberschädigend und krebsauslösend wirkt.



Gattung Anchusella Bigazzi et al., 1997

Anchusella cretica (Mill.) Bigazzi, E.Nardi & Selvi, 1997
AchusCret Blü1 Roš150329 0056.jpg
  • Fundort: Roški slap 03/2015
  • Deutsch und Kroatisch: Kretisches Ochsenzünglein, šareni volujak
  • Lebensraum: Saftige, feuchte Wiesen ohne Sträucher. Anchusella bevorzugt küstennahe Habitate.
  • Habitus: Klein bleibende, einjährige Pflanze.
  • Blätter: Sie sind länglich-oval und stark gewellt. Ihre Oberfläche ist dicht mit weißen, borstigen Haaren besetzt.
  • Blüte: Mehrere Blüten stehen in einem Doppelwickel.
  • Blütezeit: Februar - Mai
  • Blütenfarbe: blau
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ



Gattung Borago Linné, 1753 - Borretsch
Gattung Brunnera Steven, 1851 - Kaukasusvergissmeinnicht
Gattung Cynoglottis Cynoglottis (Allioni) Vural & Kit Tan, 1983
Gattung Lycopsis Linné, 1753 - Ackerkrummhals
Gattung Pulmonaria Linné, 1753 - Lungenkraut
Gattung Symphytum Linné, 1753 - Beinwell

Tribus Eritrichieae Gürke in Engl. & Prantl, 1893

Gattung Asperugo Linné, 1753
Gattung Eritrichium Schrader ex Gaudin, 1828
Gattung Hackelia Opiz, 1839
Gattung Lappula Moench, 1794 - Igelsame, čičkovac
Lappula squarrosa (Retzius) Dumortier, 1827
LappSquarr Blüte Senj 140629 4468.jpg
  • Fundort: Senj 06/2014
  • Deutsch und Kroatisch: Kletten-Igelsame, ježasti čičkovac
  • Lebensraum: Trockene, sonnenexponierte Habitate. In Senj auf einem steilen Abhang.
  • Habitus: Einjährige, aufrecht wachsende Pflanze mit zahlreichen Seitentrieben.
  • Blätter: Die wechselständig stehenden Blätter sind lanzettförmig und dicht behaart.
  • Blüte: Sie stehen in einem Wickel und haben 5 Kronblätter, die oben abgerundet sind.
  • Blütezeit: Juni
  • Blütenfarbe: zartblau, der Schlund ist gelb.
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ
  • Heilpflanze: Zur Zeit wird untersucht, ob und wie die enthaltene Stearidonsäure gewonnen werden kann.
  • Giftpflanze: Vor allem die Samen enthalten eine hohe Konzentration hochgiftiger Pyrrolizidinalkaloide.
Gattung Rochelia Reichenbach, 1824
Subtribus Eritrichiinae Benth. & Hook.f., 1876
Gattung Eritrichium Schrad. ex Gaudin, 1828

Tribus Cynoglosseae W.D.J. Koch, 1837

Gattung Cynoglossum Linné, 1753 - Hundszunge, pasji jezik
Cynoglossum creticum Miller, 1768
CynCret Vra 160515 8662.jpg
  • Deutsch und Kroatisch: Kretische Hundszunge, Kretski pasji jezik
  • Lebensraum: In sonnenexponierten Wiesen mit genügend Feuchtigkeit.
  • Habitus: Zweijährige Pflanze, die zahlreiche Nebenstängel bildet
  • Blätter: Die lanzettförmigen Blätter sind zugespitzt und stark behaart.
  • Blüte: Die Blüten sitzen zu mehreren am Stängelende. Die Krone ist basal verwachsen
  • Blütezeit: Mai
  • Blütenfarbe: Junge Blüten sind rosa, sie wechseln dann zu blau. Die Kronblätter sind geadert.
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ



Gattung Omphalodes Miller, 1754 - Nabelnüsschen

Tribus Lithospermeae Dumortier, 1827

Gattung Alkanna Tausch, 1824
Gattung Buglossoides  Moench, 1794 - Rindszungen, buglozoides
Buglossoides purpurocaerulea (L.) Johnston, 1954
Buglossoides purpurocaerulea (L.) Johnston, 1954 Zad 140424 2489.jpg
  • Deutsch und Kroatisch: Purpurblauer Steinsame, ulog trava
  • Lebensraum: An Waldrändern, vor Gebüschen. Liebt dichten Bewuchs.
  • Habitus: Mittelhohe Pflanze mit zahlreichen Seitentrieben, die sich verzweigen können.
  • Blätter: Die lanzettförmigen Blätter stehen wechselständig. Sie sind schwach behaart, der Rand ist bewimpert.
  • Blüte: Die Blüten sitzen in endständigen Büscheln. Sie haben eine lange Kronröhre, die Kronblätter sind basal verwachsen und tellerartig ausgebreitet.
  • Blütezeit: April - Juni
  • Blütenfarbe: Knospen und junge Blüten sowie die Kronröhre purpur, zur Blüte kräftig blau
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ
  • Gefährdete Pflanze. In Österreich und Bayern gefährdet.
  • Heilpflanze: In der Antike wurden Umschläge gegen Hautkrankheiten gemacht
  • Zierpflanze: Heute eine beliebte Zierpflanze für trockene, schattige Gartenbereiche.
  • Giftpflanze: Wegen ihres Gehalts an Pyrrolizidin-Alkaloiden ist die Pflanze schwach giftig.


Gattung Cerinthe Linné, 1753 - Wachsblumen
Gattung Echium Linné, 1753 - Natternköpfe
Gattung Glandora D.C.Thomas & Weigend & Hilger, 2008
Gattung Lithodora Griesebach, 1844
Gattung Lithospermum Linné, 1753 - Steinsame, kameno sjeme
Gattung Onosma Linné, 1753 - Lotwurzen

Tribus Myosotideae Rchb.f. in Reichenbach, 1843

Gattung Myosotis Linné, 1753 - Vergissmeinnicht

Unterfamilie Heliotropioideae (Schrader) Arnott, 1832

Tribus Heliotropieae Dumortier, 1827

Gattung Heliotropium Linné, 1753 - Sonnwenden, bradavka
Heliotropium europaeum Linné, 1753
HelioEurop Blüte Vir110905 26.jpg
  • Deutsch und Kroatisch: Europäische Sonnenwende, Europska bradavka
  • Lebensraum: Ruderalstellen, Wegränder, trockene Habitate
  • Habitus: Hoch wachsende, reich verzweigte Pflanze mit Arttypischen Blütenständen.
  • Blätter: Die kurz gestielten Blätter sind elliptisch und dicht behaart.
  • Blüte: Die kleinen Blüten stehen in Wickeln wobei sie sich von unten nach oben öffnen. Dabei entfaltet sich der Wickel
  • Blütezeit: August bis September
  • Blütenfarbe: weiß
  • Familie: Boraginaceae Jussieu, 1789 - Raublattgewächse, porečnice
  • Status: Nativ
  • Herkunft: Mittelmeerraum, mittlerweile in allen wärmeren Regionen der Welt verbreitet.
  • Giftpflanze: Alle Pflanzenteile sind giftig und enthalten Pyrrolizidinalkohole als Schutz gegen Fraßfeinde



✔ Heliotropium arborescens Linné, 1753 - Vanilleblume, sunčanica
✔ Heliotropium supinum Linné, 1753 -sunčac povaljeni

Unterfamilie Hydrophylloideae Burnett, 1835

Tribus Hydrophylleae Reichenbach, 1831

Gattung Phacelia Jussieu, 1789
✔ Phacelia tanacetifolia Bentham, 1838 - Bienenweide, facelija






Weiterführende Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj


  • Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]