22. Mai 2025 - Internationaler Tag der Biodiversität
Zweck der Aktion
1994 wurde der 22. Mai wurde von der UNESCO zum Internationalen Tag der Biodiversität erklärt. Mit dem Ziel, die biologische Vielfalt in allen Ländern zu schützen. Ursprünglich war es der 29. Dezember. 2001 wurde das Übereinkommen über die Biodiversität am 22. Mai in Nairobi beschlossen und seitdem ist dieser Tag der große Tag der Vielfalt auf unserer Erde. Und die hat es wirklich nötig, dass wir uns endlich auf unsere Natur und ihre so verletzliche Vielfalt besinnen.
2024 war das Thema Teil des Plans zu sein. Das heißt, aktiv etwas zu unterehmen, um Biotope zu schützen. Und was ist passiert? Immer mehr Biotope verschwinden oder werden so gestört, dass sie kollabieren.
Das diesjährige Thema spiegelt (leider) den Wunsch wider, den Zustand der Habitate zu schützen und in zukünftige Planungen einzubeziehen: Im Einklang mit der Natur und nachhaltige Entwicklung. Eigentlich sollte es möglich sein, Fortschritt und Schutz der Natur unter einen Hut zu bringen. Tourismus bedeutet nicht, dass sich die Natur unterordnen muss. Es kann durchaus möglich sein, Gäste in einer intakten Natur zu begrüßen.
Doch davon sind wir weit entfernt, denn es wird nach wie vor ohne Rücksicht jedes Habitat, das den Forderungen des Tourismus angepasst wird, wissentlich oder unwissentlich zerstört. Noch gibt es Gebiete, die voller Leben und Vielfalt sind, aber sie werden immer weniger. Vor allem in den letzten 8 Jahren wurde konsequent die Küstenlinie und damit der Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere vernichtet.
Dass den Gästen die Zeit am Strand angenehm gemacht werden soll, ist absolut verständlich. Aber würde es nicht reichen, einzelne Abschnitte mit Kies zu bedecken, andere der Natur zu überlassen? Und vor allem nicht den Kies in die hochsensible Brandungszone zu kippen?
Oder darauf verzichten, an Wegrändern Pestizide wie Glyphosphat auszubringen?
Gerade an der Küste wachsen viele Pflanzen, die nur hier gedeihen und deshalb stark bedroht sind. Einige - wie verschiedene Strandfliederarten - sind streng geschützt und werden trotzdem unter Tonnen von Kies erstickt. Deshalb verlängert sich jedes Jahr meine Liste an Tieren und Pflanzen, die nur noch sporadisch oder gar nicht zu finden sind. Dort, wo vor zwei Jahren im Mai noch Schmetterlinghafte ihre Beute akrobatisch im Flug erlegt haben, ist heute alles tot. Die Orchideen, die mich jedes Jahr mit ihren schönen Blüten erfreut haben gibt es nicht mehr. Und auch der Strandflieder, der Meerfenchel, die Stundenblume, das Französische Leimkraut, der Netz-Krokus und der Queller sind an vielen Strandabschnitten endgültig verschwunden. Und damit auch die Tiere, die von diesen Pflanzen abhängig sind.
Libelloides macaronius Scopoli, 1763 - Östlicher Schmetterlingshaft, žuti leptirak
Serapias lingua Linné, 1753 - Einschwieliger Zungenstendel, jezičasta kukavica, ausgerottet
Crocus reticulatus Adams ex Stevens, 1805 - Netz-Krokus, išarani šafran
Aber es gibt auch Hoffnung - oder besonders zähe Pflanzen, die sich den Eingriffen widersetzen. So hat es eine Limonium-Pflanze geschafft, den Kies zu durchbrechen und sogar Blüten zu treiben. Und die unsägliche Ausbreitung der Mittagsblume wird durch den Rauhaarigen Backenklee unterdrückt.
Links, Literatur und Quellen
© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj
- Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]
- Kroatiens Fauna und Flora - Aktuelles
- Plavi muzej i plavi kafe
- Convention on Biological Diversity March 2025: Theme of the International Day for Biological Diversity 2025 and information on the related global campaign.
- L S Anderson, C E Davies and D Moss 1996: The UN Convention on Biological Diversity