Aplysia depilans Gmelin, 1791: Unterschied zwischen den Versionen

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==Systematik==
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*'''Stamm ''' [[Stamm Mollusca Cuvier, 1797|Mollusca Cuvier, 1797 - Weichtiere, mekušci]]
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*'''Klasse'''  [[Klasse Gastropoda Cuvier, 1797 - Schnecken|Gastropoda Cuvier, 1797 - Schnecken, puževi]]
*'''Klasse'''  [[Klasse Gastropoda Cuvier, 1797 - Schnecken|Gastropoda Cuvier, 1797 - Schnecken, puževi]]
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*'''Gattung'''  Aplysia Linné, 1767
*'''Gattung'''  Aplysia Linné, 1767


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==Trivialnamen ==
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*'''Deutsch:''' Marmorierter Seehase
*'''Deutsch:''' Marmorierter Seehase
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*'''Ungarisch:''' xxx
*'''Ungarisch:''' xxx


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==Wissenschaftlicher Name==  
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Aplysia depilans Gmelin, 1791
Aplysia depilans Gmelin, 1791


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==Namensherkunft==
==Namensherkunft==
* Griechisch  '''aplusias''' = Schmutz
* Griechisch  '''aplusias''' = Schmutz
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* Die Römer waren der festen Meinung, dass ein Hauch des Tieres den Tod bringt. Um das zu verhindern, tranken sie ein Gebräu aus Eselsknochen in Milch.  
* Die Römer waren der festen Meinung, dass ein Hauch des Tieres den Tod bringt. Um das zu verhindern, tranken sie ein Gebräu aus Eselsknochen in Milch.  
* Das würde auch den italienischen Trivialnamen asino di mare erklären.
* Das würde auch den italienischen Trivialnamen asino di mare erklären.
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==Schutzstatus==
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* Aplysia depilans Gmelin, 1791
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==Synonyme==
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* Dolabella laevis Blainville, 1819
* Dolabella laevis Blainville, 1819
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* Tethys capensis O'Donoghue, 1929
* Tethys capensis O'Donoghue, 1929


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==Morphologie und Größe==
==Morphologie und Größe==
[[Datei:180929 Aplysia fasciata von Mirjana Šanjek.jpg |left|thumb|300px|'''[[Vir]]''' 05/2016, Mit freundlicher Genehmigung von Olga Horvat]]
[[Datei:180929 Aplysia fasciata von Mirjana Šanjek.jpg |left|thumb|300px|'''[[Vir]]''' 05/2016, Mit freundlicher Genehmigung von Olga Horvat]]
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==Lebensweise, Ernährung==
==Lebensweise, Ernährung==
* Kann ähnlich wie Tintenfische zur Verteidigung weiße oder blaue Tinte ausstoßen - Aplysiaviolin
* Kann ähnlich wie Tintenfische zur Verteidigung weiße oder blaue Tinte ausstoßen - Aplysiaviolin
* Nahrung: Algen, dabei bevorzugt er [[Ulva intestinalis Linné, 1753|Ulva intestinalis Linné, 1753 - Darmtang]] und [[Ulva lactuca Linné, 1753|Ulva lactuca Linné, 1753 - Meersalat]] aber auch verschiedene Cyanobakterien.
* Nahrung: Algen, dabei bevorzugt er [[Ulva intestinalis Linné, 1753|Ulva intestinalis Linné, 1753 - Darmtang]] und [[Ulva lactuca Linné, 1753|Ulva lactuca Linné, 1753 - Meersalat]] aber auch verschiedene Cyanobakterien.
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==Fortpflanzung, Entwicklung==
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==Ökologie==
==Ökologie==
Diese Schnecke ist Nahrung für verschiedene [[Klasse Cephalopoda Cuvier, 1797|'''Cephalopoda Cuvier, 1797''' - Kopffüßer, glavonošci]]wie Kraken und Tintenfische. Doch sie macht es den Räubern nicht gerade leicht. Das eingelagerte Gift ist auch für die Weichtiere giftig. Außerdem kann die Schnecke ihre Tinte mit verschiedenen giftigen Stoffen wie Aplysioviolin und Ammonium anreichern.
Diese Schnecke ist Nahrung für verschiedene [[Klasse Cephalopoda Cuvier, 1797|'''Cephalopoda Cuvier, 1797''' - Kopffüßer, glavonošci]]wie Kraken und Tintenfische. Doch sie macht es den Räubern nicht gerade leicht. Das eingelagerte Gift ist auch für die Weichtiere giftig. Außerdem kann die Schnecke ihre Tinte mit verschiedenen giftigen Stoffen wie Aplysioviolin und Ammonium anreichern.
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[[Datei:230220 3562 k.jpg|left|thumb|300px|Dieses Becken ist normalerweise auch bei Ebbe überflutet.]]
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==Geografische Verbreitung==
==Geografische Verbreitung==
*'''Herkunft:''' Mittelmeer, Atlantik
*'''Herkunft:''' Mittelmeer, Atlantik
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*'''Fundort:''' Kroatien - Vir
*'''Fundort:''' Kroatien - Vir


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==[[Giftige Tiere|<span style="color:red">Giftigkeit</span>]]==
==[[Giftige Tiere|<span style="color:red">Giftigkeit</span>]]==
*Das enthaltene Gift: '''Aplysiatoxin''', das mit der Nahrung (Blaualgen) aufgenommen wird und dann gespeichert wird.
*Das enthaltene Gift: '''Aplysiatoxin''', das mit der Nahrung (Blaualgen) aufgenommen wird und dann gespeichert wird.
*Wirkung des Gifts: Bei Hautkontakt kann es Entzündungen verursachen, wurde früher als Zaubermittel verwendet.
*Wirkung des Gifts: Bei Hautkontakt kann es Entzündungen verursachen, wurde früher als Zaubermittel verwendet.

Aktuelle Version vom 1. November 2026, 09:56 Uhr

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Vir 04/2018 Mit freundlicher Genehmigung von Jörg Schliesske



Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Marmorierter Seehase
  • Kroatisch: morski zekan
  • Englisch: depilated sea hare
  • Französisch: lièvre de mer
  • Italienisch: aplisia comune, mollusco anaspideo, asino marino
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: llebre de mar
  • Tschechisch zej obrovský
  • Ungarisch: xxx

Wissenschaftlicher Name

Aplysia depilans Gmelin, 1791

Namensherkunft

  • Griechisch aplusias = Schmutz
  • Lateinisch depilans = Haarlos, das Tier hat eine glatte Haut.

Legende

  • Die Römer waren der festen Meinung, dass ein Hauch des Tieres den Tod bringt. Um das zu verhindern, tranken sie ein Gebräu aus Eselsknochen in Milch.
  • Das würde auch den italienischen Trivialnamen asino di mare erklären.

Schutzstatus

Aplysia depilans Gmelin, 1791 ist in Kroatien weder gefährdet noch geschützt.

Basionym

  • Aplysia depilans Gmelin, 1791

Synonyme

  • Dolabella laevis Blainville, 1819
  • Dolabella fragilis Lamarck, 1822
  • Aplysia poli Delle Chiaje, 1824
  • Aplysia woodi Bergh, 1908
  • Tethys capensis O'Donoghue, 1929

Morphologie und Größe

Vir 05/2016, Mit freundlicher Genehmigung von Olga Horvat
Vir, Mit freundlicher Genehmigung von Mirjana Šanjek
  • Der Körper ist dick und hinten breiter als vorne.
  • Die Parapodien sind sehr groß. Deshalb ist der Seehase ein guter Schwimmer.
  • Auf dem Kopf sitzen zwei Rhinophoren, die extra innerviert sind. Sie enthalten den Strömungssinn und eventuell den Geruchssinn.
  • Die Schale ist transparent und nagelförmig
  • Größe: Bis 300 mm, 350 g
  • Farbe:
  • Der Körper ist schwarz oder dunkelbraun. Darauf sind unregelmäßig helle Flecken verteilt. Der Randsaum ist hell.
  • Unterscheidung zu Aplysia fasciata Poiret, 1789: Die rote Linie entlang der Parapodien fehlt bei Aplysia depilans Gmelin, 1791
  • Jungtiere sind rot.




Lebensweise, Ernährung

Fortpflanzung, Entwicklung

Paarung, mit freundlicher Genehmigung von Ole Walson (LeaFoto), Ploče 08/2016
  • Diese Schnecken sind Zwitter und paaren sich schwimmend.
  • Die Eier werden in langen, geknäuelten Schnüren abgelegt. Diese sind kräftig gelb.
  • Es folgt ein schwimmendes Larvenstadium, das sich nach einer Zeit zu Boden sinken lässt.
  • Es folgt der Umbau zum adulten Tier.







Ökologie

Diese Schnecke ist Nahrung für verschiedene Cephalopoda Cuvier, 1797 - Kopffüßer, glavonošciwie Kraken und Tintenfische. Doch sie macht es den Räubern nicht gerade leicht. Das eingelagerte Gift ist auch für die Weichtiere giftig. Außerdem kann die Schnecke ihre Tinte mit verschiedenen giftigen Stoffen wie Aplysioviolin und Ammonium anreichern.

2007 wurde die Fauna unterhalb von Thunfischzuchten untersucht und festgestellt, dass diese Schnecke gemeinsam mit anderen marinen Invertebraten gehäuft auftritt.

Lebensraum

  • Sandige und steinige Habitate bis in 20 Meter Tiefe
  • Da sie oft direkt unter der Wasseroberfläche schwimmen, werden immer wieder Tiere bei starkem Sturm auf den Strand geworfen. So wie hier in Tisno auf Murter, fotografiert von Heike



17.03.2024 - Aplysia wieder in Not

Aplysia 240317 7190 k.jpg

Wie im letzten Jahr hat es auch heuer wieder zahlreiche Schnecken an den Strand geworfen. Es scheint meine Aufgabe zu sein, einmal im Jahr diese Tiere zu retten. Zum Glück waren es diesmal nur 28, die ich wieder in ihr Meer gebracht habe.










20.02.2023 – Hilfe für Aplysia depilans Gmelin, 1791

Dieses Becken ist normalerweise auch bei Ebbe überflutet.

Bei einem Spaziergang am Strand sah ich hunderte Schnecken in der Sonne liegen. In den letzten zwei Tagen hat es keinen Sturm gegeben, sodass ich die extrem tiefe Ebbe für die Anlandung verantwortlich machte.


















Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Mittelmeer, Atlantik
  • Weitere Vorkommen: nn
  • Fundort: Kroatien - Vir

Giftigkeit

  • Das enthaltene Gift: Aplysiatoxin, das mit der Nahrung (Blaualgen) aufgenommen wird und dann gespeichert wird.
  • Wirkung des Gifts: Bei Hautkontakt kann es Entzündungen verursachen, wurde früher als Zaubermittel verwendet.
  • Mögliche Erkrankungen: noch nicht untersucht.
  • Mögliche Dauerschäden:









Links, Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj



  • Donat Petricioli, Tatjana Bakran-Petricioli 2007: Uncommon behaviour of some benthic animals below tuna farms in the Adriatic – a response to organic enrichment. Kiehl: IFM-GEOMAR Leibniz-Institute of Marine Sciences, 2007. str. 320-x