Polygonatum multiflorum (L.) Allioni, 1785: Unterschied zwischen den Versionen

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* Die kleinen Blüten sind glockenförmig und hängen.  
 
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* Die Früchte sind kleine Beeren, die zur Reife blauschwarz werden.
 
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* Die Früchte werden im September reif
 
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*Der Blütenstängel ist lange und überhängend.
 
*Der Blütenstängel ist lange und überhängend.
 
*Die ovalen, parallelnervigen Blätter sitzen versetzt rechts und links am Stängel.
 
*Die ovalen, parallelnervigen Blätter sitzen versetzt rechts und links am Stängel.

Aktuelle Version vom 10. November 2019, 11:07 Uhr

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Si Ribnica 04/2016



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Salomonssiegel, Vielblütige Weißwurz
  • Kroatisch: salamunov pečat, mnogocvjetni Salamunov pečat, mnogocvjetna pokosnica
  • Englisch: solomon's seal, Sigillum Sanctae Mariae
  • Französisch: sceau de Salomon multiflore
  • Italienisch: sigillo di salomone maggiore
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: poligonato, sello de Salomón, suelda blanca
  • Tschechisch kokořík mnohokvětý
  • Ungarisch: fürtös salamonpecsét


Wissenschaftlicher Name

Polygonatum multiflorum (L.) Allioni, 1785


Namensherkunft

  • Lateinisch polygonatum = mit vielen Knoten, bezieht sich auf die Form der Wurzel.
  • Lateinisch multiflorum = mit vielen Blüten


Basionym

  • Convallaria multiflora Linné, 1753


Synonyme

  • Convallaria ambigua Schrank, 1789
  • Polygonatum intermedium Dumortier, 1827
  • Polygonatum gussonei Parlatore, 1858
  • Polygonatum salamonis Montandon, 1868


Schutzstatus

Polygonatum multiflorum (L.) Allioni, 1785 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Ribnica 04/2016
  • Mehrjährige Pflanze mit langen, gebogen wachsenden Stängeln – bis 50 cm
  • Unterirdisch kriechender Wurzelstock
  • Höhe: bis 50 cm









Die Blüte

Blüte, Ribnica 04/2016
  • Die kleinen Blüten sind glockenförmig und hängen.
  • Die Kronblätter sind zu einer langen Blütenröhre verwachsen, nur die unteren Enden sind frei.
  • Sie sitzen in kleinen Gruppen auf der Unterseite des Stängels und entspringen den Blattachseln.
  • Blütezeit : April bis Mai
  • Durchmesser der Blüte: 8 mm
  • Blütenfarbe: creme-weiß bis wachs-weiß






Die Frucht

Wien Floridsdorf, 10/2019
Wien Floridsdorf, 10/2019
  • Die Früchte sind kleine Beeren, die zur Reife blauschwarz werden.
  • Die Früchte werden im September reif













Blatt und Stängel

Blatt, Ribnica 04/2016
Frucht, Steiermark 09/2013
  • Der Blütenstängel ist lange und überhängend.
  • Die ovalen, parallelnervigen Blätter sitzen versetzt rechts und links am Stängel.
  • Dieser ist an den Ansatzstellen zickzack-förmig ausgebuchtet.
  • Die Blätter sind mattgrün und haben glatte Ränder.
  • Der Stängel ist glänzend und glatt.








Ökologie

✔Phymatocera aterrima Klug, 1816 Salomonssiegel-Blattwespe, Maiglöckchen-Blattwespe: Die Weibchen legen ihre Eier in den Stängel der Pflanze. Die Larven kriechen an die Unterseite der Blätter und fressen schlitzförmige Löcher. Starker Befall kann zum vollständigen Skelettfraß führen.
✔Paralleloma vittatum Meigen, 1826 – Salomonssiegel-Minierfliege
✔Parallelomma medium Becker, 1894
✔Lilioceris merdigera Linné, 1758 – Maiglöckchenhähnchen: die Larven ernähren sich von der Weißwurz, aber auch vom Convallaria majalis Linné, 1753 - Maiglöckchen, đurđica und Bärlauch.



Lebensraum

  • Die Weißwurz lebt in Wäldern, wobei sie Buchen- oder Eichenwälder bevorzugt. Man findet sie aber auch an Waldsäumen und in Lichtungen. Der Boden soll kalkhaltig sein.


  • Polygonatum multiflorum (L.) Allioni, 1785 ist Charakterart folgender EUNIS-Habitate:
✔ Sie ist eine Zeigerpflanze des Habitats G1.A167 - Sub-Pannonic primrose oak-hornbeam forests. Diese Wälder bevorzugen wärmere Lagen.
✔ Außerdem ist sie eine Bewohnerin des Habitats G1.224 - Po Quercus - Fraxinus - Alnus forests. Diese Wälder sind oft Relikte und ziehen sich vor allem entlang der großen Ströme.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Ganz Europa bis Japan
  • Weitere Vorkommen: nn
  • Fundort: Österreich – Steiermark, Slowenien – Ribnica.


Nutzung

  • Heilpflanze: Die getrocknete Wurzel wurde früher bei Frauenleiden verwendet. Auch eine Wirkung bei Diabetes soll erzielt worden sein. Auszüge werden äußerlich bei Prellungen und Hämatomen verwendet.
  • Polygonatum multiflorum (L.) Allioni, 1785 wird häufig als Zierpflanze in Gärten verwendet.
  • Außerdem wird ein Extrakt der Wurzel in der Kosmetik als hautpflegendes Additiv verwendet – CAS 93165-64-1


Giftigkeit

  • Alle Teile dieser Pflanze sind giftig. Die höchste Konzentration findet sich in den Beeren.
  • Das enthaltene Gift: verschiedene Saponine, das wichtigste ist Diosgenin.
  • Wirkung des Gifts: Bei Überdosierung führt es zu Übelkeit, Übergeben, Durchfall
  • Mögliche Erkrankungen: Reizung des Magen-Darm-Traktes
  • Mögliche Dauerschäden: Keine bekannt







Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj