Muscari botryoides (L.) Miller, 1768

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Bilo 02/2018



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Kleine Traubenhyazinthe
  • Kroatisch: mala presličica, rigavica kapula, lužanjica
  • Englisch: common grape hyacinth, Italian grape hyacinth
  • Französisch: muscari botryde, muscari botryoïde, muscari faux-botryde
  • Italienisch: muscari azzurro, muscari botrioide, urceolini selvatici
  • Slowenisch: jagodasta hrušica, Heldreichova hrušica
  • Spanisch: jacinto de la uva, jacinto ramoso
  • Tschechisch modřenec širolistý, modřenec chocholatý
  • Ungarisch: egynyári szélfű


Wissenschaftlicher Name

Muscari botryoides (L.) Miller, 1768


Namensherkunft

Griechisch botrus = Traube


Basionym

Hyacinthus botryoides Linné, 1753


Synonyme

  • Scilla inflata Salisbury, 1796
  • Botryanthus vulgaris Kunth, 1843
  • Czekelia transsylvanica (Schur) Schur, 1856
  • Muscari heldreichii Boissier, 1859
  • Muscari motelayi Foucaud, 1891
  • Muscari longifolium Rigo, 1905
  • Muscari carpaticum Raciborski, 1919


Schutzstatus

Muscari botryoides (L.) Miller, 1768 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.

In Deutschland ist diese Pflanze streng geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Boilo 02/2018
  • Niedrig wachsende Traubenhyazinthe
  • Sie wächst einzeln und bildet keine Horste
  • Keine Vermehrung durch Brutzwiebeln.
  • Höhe: bis 20 cm









Die Blüte

  • Die Blüten sind in einer länglichen Traube angeordnet und nicken.
  • Im oberen Teil sitzen sterile Blüten, sie sind dünn und zylindrisch
  • Darunter sitzen die fertilen Blüten, die bauchig und glockenförmig sind.
  • Die Blüten sind dreiteilig, die Kronblätter sind verwachsen. Der Saum ist nach außen gestülpt.
  • Blütezeit : Februar
  • Durchmesser der Blüte: 2,5 mm
  • Blütenfarbe: Fertile Blüten himmelblau mit weißem Saum, sterile Blüten fast weiß



Die Frucht

  • Die Frucht ist eine dreiteilige Kapsel
  • Reifezeit: Ab Apriö


Blatt und Stängel

Blatt, Bilo 02/2014
  • Die 3-5 schmalen und langen Laubblätter entspringen basal einer Rosette.
  • Sie sind unbehaart, die Ränder sind glatt.








Ökologie

  • Im Frühling ist ihr Nektar eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.
  • Muscari botryoides (L.) Miller, 1768 ist Raupenfutterpflanze für Episema glaucina Esper, 1789 – Graslilieneule



Lebensraum

  • Trockene Wiesen, Olivenhaine, Lichtungen in Buchenwäldern.
  • Muscari botryoides (L.) Miller, 1768 ist Charakterart von folgendem EUNIS-Habitat:
✔ E1.995 - Pannonic dune closed grasslands


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Südosteuropa
  • Weitere Vorkommen: Als Zierpflanze in Europa und Amerika. Hier teilweise verwildert
  • Fundort: Kroatien – Bilo (bei Šibenik), Vratnik



Nutzung

  • Zierpflanze: Sie wurde im 16. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeführt. Später auch in Nordamerika
  • Giftpflanze: Arten der Gattung Muscari P. Miller, 1754 lagern Raphide aus Calciumoxalat ein, die für Mensch und Tier giftig sind.


Giftigkeit

  • Das enthaltene Gift: Arten der Gattung Muscari P. Miller, 1754 lagern in speziellen Zellen, den Idioblasten, Raphide aus Calciumoxalat ein, die für Mensch und Tier giftig sind. Diese sind nadelförmig.
  • Wirkung des Gifts: Die spitzen Nadeln reizen die Haut
  • Zweck: Die Pflanze schützt sich so vor Herbivoren






Links und Quellen

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