Marrubium incanum Desroussaux, 1789

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Marrubium incanum Desr., 1789 - Wolliger Andorn, bijela marulja

Er besiedelt Extremhabitate entlang der adriatischen Küste und trotzt Kälte, Hitze und Trockenheit. Neuere Studien zeigen, dass sein ätherisches Öl wirksam gegen verschiedene Bakterien aber auch gegen Candida albicans ist.


Marrubium incanum Desr., 1789 - woolly horehound, bijela marulja

It inhabits extreme habitats along the Adriatic coast and defies cold, heat and drought. Recent studies show that its essential oil is effective against various bacteria but also against Candida albicans.


Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Wolliger Andorn, Mauseohr, Weißfilziger Andorn
  • Kroatisch: bijela marulja, bijeli tetrljan, bilušina
  • Englisch: silver horehound, woolly horehound
  • Französisch: marrube blanchâtre
  • Italienisch: marrubio bianco
  • Slowenisch: sivkastobela črna meta
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Marrubium incanum Desroussaux, 1789


Namensherkunft

Lateinisch Marrubium = Aromatisches Kraut, das bereits von Plinius unter diesem Namen erwähnt wurde. Es wird aus dem Hebräischen hergeleitet, „mar“ bedeutet bitter.

Lateinisch incanus, -a, -m = hellgrau


Basionym

Marrubium candidissimum Linné, 1753


Synonyme

Es sind keine Synonyme von Marrubium incanum Desroussaux, 1789 bekannt.


Schutzstatus

Marrubium incanum Desroussaux, 1789 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Gornji Bakovići 06/2018
Habitus, Kamenjak 06/2018
  • Die bis zu einem halben Meter hohe Pflanze treibt aus einer basalen Blattrosette, die überwintert.
  • Der Wuchs ist staksig, die einzelnen langen Blütenstängel stehen in alle Richtungen.
  • Zwischen den Blütenquirlen gibt es lange Segmente des Blütenstängels
  • Höhe: bis 40 cm









Die Blüte

Blüte, Kamenjak 06/2018
  • Zahlreiche Blüten sitzen in einem Scheinquirl um den Blütenstängel. Darunter befindet sich Tragblätter.
  • Die Kelchröhre ist etwas länger als die Blüte, die Kelchblätter sind hellgrün mit zwei dunkelgrünen Streifen. Am äußeren Ende sitzen 5 lange Kelchzähne. Diese Blätter sind weißflizig behaart.
  • Die Einzelblüte ist zygomorph und an der Basis zu einer Kronröhre verwachsen. Diese ist außen ebenfalls fein behaart.
  • Die Oberlippe ist leicht gebogen und verjüngt sich zum Ende. Die Unterlippe ist dreiteilig.
  • Breite der Blüte: 6 mm
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Blütenfarbe: weiß












Die Frucht

  • Es ist eine Spaltfrucht mit je 4 Samen und sitzt n der Kelchröhre.
  • Reifezeit: Ab Juli


Blatt

Blatt, Kamenjak 06/2018
  • Die Blätter sind schmal bis fast eiförmig, ihr Rand ist gekerbt.
  • Sie sind dickfleischig und dicht mit weißen Haaren besetzt.
  • Am Stängel sitzen sie gekreuzt gegenständig.













Stängel

Stängel, Kamenjak 06/2018
  • Der lange Blütenstängel ist kantig und ebenfalls dicht mit kurzen hellen Haaren besetzt.















Ökologie

✔ Carcharodus baeticus Rambur, 1839


Odontotarsus robustus Jakovlev, 1883 aus der Familie Scutelleridae Leach, 1815 Schildwanzen



Lebensraum

Trockene, kalkhaltige Habitate. Felsige Hänge, die der Witterung ausgesetzt sind. Offene Habitate ohne Bäume oder Sträucher.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Küstengebiete an der Adria, Albanien und Montenegro.
  • Weitere Vorkommen:
  • Fundort: Kroatien - Kamenjak


Nutzung

  • Als Heilpflanze: Wie M. vulgare wurde diese Pflanze bereits von den Römern gegen Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Äußerlich wurden Auszüge gegen Geschwüre verwendet.
Eine neue Studie zeigt, dass auch das ätherische Öl von Marrubium incanum gegen verschiedene grampositive Kokken wie Staph. aureus, Staph. epidermidis, aber auch gram negative Stäbchen wie Klebsiella oder Pseudomonas aeruginosa wirksam ist. Auch der Pilz Candida albicans wurde im Wachstum gehindert.
  • Quelle: Petrović, S., Pavlović, M., Milenković, M., Couladis, M., Tzakou, O., Maksimović, Z., Niketić, M., Stojanović, M. (2007): Composition and antimicrobial activity of Marrubium incanum essential oil. – Fourth Congress of Pharmacy of Macedonia, Ohrid, Book of Abstracts [in Macedonian Pharmaceutical Bulletin 53(1,2): 285
  • Als Zierpflanze: Man findet sie mehr und mehr in Staudengärten.


Giftigkeit

  • Das enthaltene Gift: Marrubin ist gleichzeitig der Wirkstoff
  • Wirkung des Gifts:
  • Mögliche Erkrankungen: Herzrhythmusstörungen
  • Mögliche Dauerschäden:



Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj