Helleborus niger L. ssp. macranthus (Freyn) Schiffner , 1909

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Fruchtstand, Prokike 04/2014



Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Schwarze Nieswurz, Christrose, Schneerose
  • Kroatisch: velecvjetni kukurijek, kukurijek božićnjak
  • Englisch: black hellebore
  • Französisch: hellébore noir, rose de Noël
  • Italienisch: elleboro nero, rosa di Natale
  • Slowenisch: črni teloh
  • Spanisch: eléboro negro
  • Tschechisch čemeřice černá
  • Ungarisch: fekete hunyor


Wissenschaftlicher Name

Helleborus niger L. ssp. macranthus (Freyn) Schiffner , 1909


Namensherkunft

Griechisch helleborus =

Lateinisch niger = dunkel, schwarz

Deutscher Name Nieswurz: Kontakt von Pflanzenteile mit dem Naseninnenraum führt zu Niesanfällen.


Basionym

Helleborus macranthus Freyn, 1881


Synonyme


Schutzstatus

Die endemische Unterart Helleborus niger L. ssp. macranthus (Freyn) Schiffner , 1909 gehört in Kroatien zu den gefährdete Pflanzen. Sie ist in der Roten Liste Kroatiens als VU eingestuft.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus defr verblühten Wildform , Prokike 04/2014
  • Helleborus wächst in kleinen Tuffs, die Blütenstängel sind hoch.
  • Diese Pflanze ist mehrjährig und immergrün.
  • Sie hat lange, fleischige Wurzeln.
  • Höhe: bis 25 cm










Die Blüte

  • Die großen Blüten stehen zu mehreren in einer Zyme am Ende des Blütenstängels..
  • Sie haben mehrere winzige Kronblätter, die rund um die Staubgefäße angeordnet sind. Sie sind kurz-röhrenförmig.
  • Die 5 Kelchblätter sind sehr groß, wirken wie Kronblätter. Sie bleiben nach dem Verblühen stehen .
  • Zahlreiche Staubgefäße umgeben die mehrzipfelige Narbe.
  • Blütezeit : Jänner - März
  • Durchmesser der Blüte: 35 mm
  • Blütenfarbe: weiß, das Innere der Kelchblätter ist grün. Auch die eigentlichen Kronblätter sind grün




Die Frucht

Frucht, Prokike 04/2014
  • Die Früchte sind mehrteilige Balgfrüchte.
  • Die Segmente sind gekantet, die langen Narben bleiben erhalten.
  • Jedes Segment enthält zahlreiche, kleine Samen
  • Reifezeit: Mai-Juni





Blatt und Stängel

Blatt der Wildform, Prokike 04/2014
  • Die langgestielten Blätter sind grundständig.
  • Sie sind mehrfach geteilt.
  • Die Teilblätter sind hellgrün, ihre Oberfläche ist matt.
  • Die einzelnen Teilblätter sind tief gezähnt, diese sind nach außen gerichtet.
  • Sie sind in der Mitte am breitesten.
  • Die Blütenstängel sind bis auf die Hochblätter unter der Blüte kahl.







Ökologie


Lebensraum

Schattige, feuchte Bereiche mit tiefgründigem und humosem Boden. Auf beschatteten Wiesen, Waldrändern oder Hecken.


Geografische Verbreitung


Nutzung

Zierpflanze: Von fast allen Arten und Unterarten gibt es mittlerweile Züchtungen, sie sich Gärten höchster Beliebtheit erfreuen.

  • Heilpflanze: Extrakte und Tees wurden früher gegen Würmer oder Epilepsie verwendet. Wegen vieler Todesfälle wurde später darauf verzichtet.

Die Christrose wird heute nur noch in der Homöopathie eingesetzt z.B. in Blasentropfen, bei Verwirrtheit oder Diarrhö.


Giftigkeit

  • Das enthaltene Gift: Blätter und Stängel enthalten Protoanemonin und Ranuculin. In den Wurzeln finden sich verschiedene Saponine und das Glykosid Hellebrigenin.
  • Wirkung des Gifts: Auf der Haut Reizung, es können Blasen entstehen.
  • Mögliche Erkrankungen: Bei oraler Aufnahme kommt es zu starken Vergiftungen mit Brechreiz, Durchfall, Kolik. Das Hellebrigenin hat ähnliche Eigenschaften wie Digitalis und kann den Herzkreislauf völlig aus der Bahn bringen.
  • Mögliche Dauerschäden: Im schlimmsten Fall kann durch eine Atemlähmung der Tod eintreten.





Links und Literatur

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj



  • Joop H.J. Schaminée et al.: Vegetation analysis and distribution maps for EUNIS habitats – Task 1 & 2, 24.01.2015