Familie Lamiaceae Jussieu, 1789

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Kennzeichen der Familie Lamiaceae Jussieu, 1789 in Kroatien

  • Weltweit ca. 8.000 Arten
  • Habitus: Hier sind alle Formen vertreten
  • Blüte: Bilateral symmetrisch, zwittrig. 2 Kronblätter bilden die Oberlippe, 2 Kronblätter bilden die Unterlippe
  • Frucht: Beeren, Klausenfrüchte
  • Inhaltsstoffe: hier findet man die meisten Pflanzen, die ätherische Öle enthalten

Die Systematik innerhalb der Familie Lamiaceae Jussieu, 1789 in Kroatien

Die Unterfamilien:


Unterfamilie Ajugoideae Luerssen, 1882

Gattung Ajuga Linné, 1753 - Günsel
Ajuga chamaepitys (Linné) Schreber, 1774
Ajuga chamaepitys (L.) Schreber, 1774 Vir 120505 196.jpg

Fundort: Vir 05/2012

  • Deutscher Name Gelber Günsel, žuta ivica
  • Lebensraum: Trockenrasen
  • Habitus: Gedrungene Pflanze mit schmalen, stark behaarten Blättern
  • Kennzeichen: angenehmer Duft
  • Blütenfarbe: gelb
  • Fundort: Kroatien - Vir, Senj, Pirovac, Asseria
  • Status: nativ




Gattung Teucrium Linné, 1753 – Gamander, dubačac
Teucrium capitatum Linné, 1753
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Fundort: Vir 07/2013

  • Deutscher Name Kopfiger Gamander, bijeli dubačac
  • Lebensraum: Trockenrasen, Ruderalflächen, an Wegrändern
  • Habitus: Niedrige, flach ausgebreitete Pflanzen. Durch die starke Behaarung weißes Aussehen.
  • Blütenfarbe: weiß
  • Fundort: Kroatien - Vir
  • Status: nativ
  • Heilpflanze: Die Blätter von Teucrium capitatum Linné, 1753 wurden verschiedenen Tees gegen Bluthochdruck zugesetzt. Sie haben sich aber als giftig erwiesen.
  • Giftpflanze: Laut einer Studie von 2002 hat eine Kur mit Tee eine akute Hepatitis ausgelöst




Teucrium fruticans Linné, 1753
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Fundort: Zadar 02/2016

  • Deutsch und Kroatisch: Strauchiger Gamander, grmoliki dubačac
  • Lebensraum: Trockene Habitate, steinige Hänge
  • Habitus: Mittelgroßer, immergrüner Strauch.
  • Blätter: Sie sind oval und gewölbt, der Rand ist glatt.
  • Blüte: Je zwei Blüten sitzen über einem Laubblatt. Sie besitzen eine stark vergrößerte Lippe, die Staubbeutel ragen weit heraus.
  • Blütezeit: Februar bis August
  • Blütenfarbe: violett
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Gefährdete Pflanze: In der Roten Liste Kroatiens NT
  • Zierpflanze: Ein schönes Beispiel, dass Wildpflanzen wunderbare Zierpflanzen abgeben.




Unterfamilie Lamioideae Harley, 2003

Tribus Lamieae Coss. & Germ., 1845

Gattung Lamium Linné, 1753


Lamium amplexicaule Linné, 1753
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Fundort: Vir 11/2012

  • Deutsch und Kroatisch: Stengelumfassende Taubnessel, smrdljiva mrtva kopriva
  • Lebensraum: Trockene, sonnenexponierte Stellen, Ruderalflächen, aber auch Habitate wie Wein- oder Olivengärten.
  • Habitus: Niedrigwachsende, strauchige Pflanze.
  • Blätter: Sie umfassen den kantigen Stängel und sind rundlich-herzförmig sowie tief gelappt.
  • Blüte: Sie besitzt eine lange, dünne Kronröhre und ist zweiseitig symmetrisch.
  • Blütezeit: Februar bis November
  • Blütenfarbe: rosa
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Essbare Pflanzen in Kroatien: Alle Pflanzenteile sind essbar.




Lamium orvala Linné, 1753
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Fundort: Slowenien – Ribnica, 04/2016

  • Deutsch und Kroatisch: Nesselkönig, velika mrtva kopriva
  • Lebensraum: Waldränder und -säume
  • Habitus: Große Pflanze mit hohen Blütenständen.
  • Blätter: Sie sind kräftig grün und groß. Die Ränder sind scharf gesägt.
  • Blüte: Typische Lippenblüte mit umgeschlagener Unterlippe.
  • Blütezeit: April
  • Blütenfarbe: violett
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Zierpflanze: Die Großblütige Taubnessel wird heute vor allem in England als Zierpflanze in Gärten verwendet.



Tribus Marrubieae Visiani, 1847

Gattung Marrubium Linné, 1753 - Andorn, marulja
Marrubium incanum Desroussaux, 1789
Marrubium incanum Desroussaux, 1789 Kam 180605 14065.jpg

Fundort: Kamenjak 06/2018

  • Deutsch und Kroatisch: Wolliger Andorn, bijela marulja
  • Lebensraum: Diese wärmeliebende Pflanze findet man auf offenen, trockenen und steinigen Flächen.
  • Habitus: Die bis zu einem halben Meter hohe Pflanze treibt aus einer basalen Blattrosette, die überwintert. Der Wuchs ist staksig, die einzelnen langen Blütenstängel stehen in alle Richtungen.
  • Blätter: Die schmalen bis eiförmigen, dickfleischigen Blätter sind wie der Rest der Pflanze dicht behaart.
  • Blüte: Die zahlreichen Blüten sitzen dicht gedrängt in einem Scheinwirtel um den Stängel
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Blütenfarbe: weiß
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Heilpflanze: In der Volksmedizin wurde sie früher gegen Atemwegserkrankungen und Würmer verwendet.
  • Zierpflanze: Man findet sie mehr und mehr in Staudengärten.
  • Giftpflanze: Der enthaltene Bitterstoff Marrubin kann Herzrhythmusstörungen auslösen.





Tribus Phlomideae Mathiesen, 2010

Tribus Stachydeae Dumortier, 1827

Gattung Stachys Linné, 1753 - Ziest, čistac
Stachys cretica L. ssp. salviifolia (Tenore) Rechinger f., 1937
Stachys cretica L. ssp. salviifolia (Tenore) Rechinger f., 1937 Vir 140523 3569.jpg

Fundort: Vir 05/2014

  • Deutsch und Kroatisch: Kretischer Ziest, kaduljolisti čistac
  • Lebensraum: Steinige, trockene Habitate, kalkliebend.
  • Habitus: Mehrjährige Pflanze mit unverzweigten Blütenstängeln.
  • Blätter: Länglich lanzettförmig, dicht behaart.
  • Blüte: Zahlreiche Blüten sitzen in einem Quirl um den Stängel
  • Blütezeit: Mai - Juni
  • Blütenfarbe: rosa
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Herkunft: Italien, Istrien, Dalmatien, Bosnien, Albanien, Griecheland und Türkei
  • Zierpflanze: Dieser Ziest ist vor allem in England beliebt.
  • Heilpflanze: Alle Ziestarten sind reich an ätherischen Ölen, die gegen viele Krankheiten verwendet werden.






Unterfamilie Nepetoideae Burnett, 1835

Tribus Mentheae Dumortier, 1827

Subtribus Menthinae Endlicher, 1838
Gattung Clinopodium  Linné, 1753 - Bergminzen, talac
Clinopodium acinos (L.) Kuntze, 1891
Acinos arvensis (Lam.) Dandy, 1946Zag 130920 4246 d.jpg

Fundort: Zagreb 09/2013

  • Deutsch und Kroatisch: Feld-Steinquendel, Steinquendel, kamenjarska gorska metvica
  • Lebensraum: Wegränder, Ruderalflächen und Magerrasen.
  • Habitus: Mehrjährige, niedrig bis aufsteigend wachsende Pflanze.
  • Blätter: Sie sind nur kurz gestielt und oval. Der Rand ist gezähnt.
  • Blüte: Die kurz gestielte Blüte hat eine lange Kronröhre.
  • Blütezeit: Mai - September
  • Blütenfarbe: hellviolett, auf der Unterlippe weiße Flecken.
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Herkunft: Ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch findet man ihn mittlerweile in ganz Europa.




Clinopodium menthifolium (Host) Stace, 1989
Clinopodium menthifolium (Host) Stace, 1989 OdRu 141004 5937.jpg

Fundort: Odmorište Rupa 10/2014

  • Deutsch und Kroatisch: Wald-Bergminze
  • Lebensraum: Ruderalflächen, trockene, steinige Habitate.
  • Habitus: niedrig wachsende Pflanze mit aufsteigenden Blütenstängeln.
  • Blätter: Sie sind herzförmig und fein behaart.
  • Blüte: Die Blüte hat eine lange Kronröhre, die Kelchblätter sind tief gerillt.
  • Blütezeit: August - Oktober
  • Blütenfarbe: violett
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Essbare Pflanzen in Kroatien: Die Blätter können als Gewürz verwendet werden.




Subtribus Salviinae Endlicher, 1838
Gattung Salvia Linné, 1753 - Salbei, kadulja
Untergattung Salvia subg. Sclarea (Moench) Bentham, 1876
Sectio Salvia sect. Aethiopis Bentham, 1876
Salvia sclarea Linné, 1753
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Fundort: Vrana See

  • Deutsch und Kroatisch: Muskateller-Salbei, muškatna kadulja
  • Lebensraum: Geröllhalden, trockene Habitate. Immer solitär.
  • Habitus: Größter europäischer Salbei mit eindrucksvoller Grundrosette.
  • Blätter: Sie sind eiförmig und sitzen auf langen Blattstielen.
  • Blüte: Typische zygomorphe Blüte mit breiten Brakteen unter jeder Blüte
  • Blütezeit: Juni
  • Blütenfarbe: Oberlippe violett, Unterlippe weiß, Brakteen rosa
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Als Essbare Pflanze: Die Blätter sind roh oder gekocht essbar. Ich habe mal eines ein wenig zerrieben, und der Geruch hat mich nicht dazu verleitet, das auszuprobieren. Winzer haben früher Blätter in nicht gutem Wein ziehen lassen und so den Geschmack verbessert.
  • Als Zierpflanze: Weltweit werden Kultivare angeboten, die stark vergrößerte Brakteen haben.
  • Als Heilpflanze:Vor allem das Öl der Pflanze ist reich an wirksamen Stoffen.





Tribus Ocimeae Dumortier, 1827

Subtribus Lavandulinae Endlicher, 1838

Unterfamilie Scutellarioideae Prantl, 1880

Gattung Scutellaria Linné, 1753



Unterfamilie Viticoideae Briqu., 1895

Gattung Vitex Linné, 1753 - Mönchspfeffer, konopljika
Vitex agnus-castus Linné, 1753
Vitex agnus-castus Linné, 1753, Trogir 110628 14.jpg

Fundort: Trogir 06/2011

  • Deutsch und Kroatisch: Mönchspfeffer, konopljika
  • Lebensraum: Trockene, sonnige Macchie. Er bevorzugt Böschungen in der Nähe von Seen oder dem Meer.
  • Habitus: Großer, ausladender Strauch mit geraden Zweigen.
  • Blätter: Sie sind groß und im Umriss kreisrund. Sie bestehen aus 7 langen und schmalen Teilblättchen.
  • Blüte: Die kleinen Blüten stehen in Quirlen.
  • Blütezeit: Juli - September
  • Blütenfarbe: blau
  • Familie: Lamiaceae Jussieu, 1789 - Lippenblütengewächse, usnače
  • Status: Nativ
  • Heilpflanze: Im Mittelalter wurden die Früchte von Mönchen zur Unterdrückung ihrer sexuellen Begierden eingenommen. Heute ist durch zahlreiche Studien belegt, dass die Samen als Heilmittel gegen zahlreiche Wehwehchen eingesetzt werden können.
  • Zierpflanze: Im Handel sind viele Varietäten u.a. mit weißen und rosa Blüten. Da der Strauch winterhart ist, erfreut er sich großer Beliebtheit.






Links und Literatur

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj


  • Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]