Artemisia pontica Linné, 1753

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Niedersulz im Weinviertel 08/2012


Artemisia pontica Linné, 1753 - Pontischer Beifuß, osjenac zminjak


Der Pontische Beifuß ist eine typische Steppenart und benötigt ein trockenes, vollsonniges Habitat. Die Blätter von diesem Beifuß wurden ebenfalls als Antihelminthicum verwendet.Er ist Bestandteil von Wermut, da er milder und nicht so bitter ist wie Artemisia vulgaris Linné, 1753 - Gemeiner Beifuß, obični pelin


Systematik


Trivialnamen

  • Deutsch: Pontischer Beifuß, Römischer Wermuth
  • Kroatisch: osjenac zminjak, odsenac, pelin iztočni
  • Englisch: Roman wormwood
  • Französisch: armoise romaine, absinthe romaine
  • Italienisch: assenzio gentile, assentio del Ponto
  • Slowenisch: xxx
  • Spanisch: xxx
  • Tschechisch pelyněk pontický, palina pontická
  • Ungarisch: xxx


Wissenschaftlicher Name

Artemisia pontica Linné, 1753


Namensherkunft

Artemis = Griechische Göttin des Waldes, der Frauen und Kinder

Lateinisch pontica = aus der Gegend des nördlichen Schwarzen Meeres stammend.


Basionym

Artemisia pontica Linné, 1753


Synonyme

nn


Schutzstatus

Artemisia pontica Linné, 1753 ist in Kroatien nicht gefährdet und nicht geschützt.


Morphologie und Größe

Habitus

Habitus, Niedersulz im Weinviertel 08/2012
  • Die Pflanze wächst sehr dicht mit zahlreichen, aufrechten Stängeln.
  • Mit Hilfe seines kriechenden Rhizoms kann er sich weit ausbreiten.
  • Höhe: bis 60 cm







Die Blüte

  • Die kleinen, kugeligen Blütenköpfchen sitzen in einer lockeren Traube.
  • Die Köpfchen nicken.
  • Die grünen Kelchblätter sind fein behaart und haben einen braunen Rand. Sie sind kürzer als die Kronblätter.
  • Auch dieser Beifuß hat ausschließlich Röhrenblüten.
  • Blütezeit : August bis Oktober
  • Durchmesser der Blüte: 4 mm
  • Blütenfarbe: gelb


Die Frucht

  • Die winzigen Achänen werden vom Wind verbreitet.
  • Reifezeit: ab Oktober


Blatt und Stängel

Blätter, Niedersulz im Weinviertel 08/2012
  • Die Blätter sitzen direkt am Stängel und sind mehrfach gefiedert.
  • Feine Haare lassen sie leicht grau erscheinen.
  • Der Stängel ist gerade und verzweigt, manchmal Rot überlaufen.
  • Er ist an der Basis selten verholzt.






Ökologie

  • Die Blüten werden durch den Wind bestäubt.
  • Charakterart der Steppenvegetation in Osteuropa.
  • ist Charakterart folgender EUNIS-Habitate:
✔ 6.2115 - Saline forest-edge meadow-steppe
✔ G1.7A1212 - Pannonic alkali steppe oak woods
✔ E1.2C3 - Pannonic semidesert steppes


Lebensraum

Der Pontische Beifuß ist eine typische Steppenart und benötigt ein trockenes, vollsonniges Habitat. So findet man ihn in Steppen, auf Ruderalstellen und kaum bewachsenen, steinigen Orten.


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Ostmediterran Mittel-, Süd- und Osteuropa, Türkei
  • Neue Vorkommen: In Amerika invasiv
  • Fundort: Österreich, Niedersulz im Weinviertel 08/2012


Nutzung

  • Artemisia pontica Linné, 1753 wird seit langem in Europa aber auch in Amerika als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert.
Er ist Bestandteil von Wermut, da er milder und nicht so bitter ist wie Artemisia vulgaris Linné, 1753 - Gemeiner Beifuß, obični pelin
In Frankreich verwendet man ihn als Gewürz bei fetten Fleischgerichten wie Ente oder Schwein.
Die Blätter von diesem Beifuß wurden ebenfalls als Antihelminthicum verwendet.
Schon 1842 wird er von Stephan Endlicher in seinem Werk erwähnt: er hat einen angenehmeren Geruch und einen weniger bitteren Geschmack als der Gemeine Wermuth Artemisia vulgaris Linné, 1753 - Beifuß, divlji pelin.
  • Als Zierpflanze: Wegen seines dichten und hübschen Laubwerks und dem aromatischen Duft wird er gerne in Gärten, vor allem Bauerngärten, gepflanzt.








Links und Literatur

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj



  • Stephan Endlicher: Die Medizinalpflanzen der österreichischen Pharmakopöe, Wien 1842