Aesculus hippocastanum Linné, 1753

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Regensburg Stadtpark 05/2013


Die Wilde Rosskastanie mit ihren weißen Blüten stammt aus Mazedonien (Ohrid), Albanien, Griechenland und Makedonien. Um 1580 brachte Karl Clusius die ersten Bäume als Geschenk nach Wien. Später wurden sie auch in Paris angepflanzt. Und mit den Bäumen hat man wohl auch Cameraria ohridella Deschka & Dimić, 1986, die Kastanien-Miniermotte angesiedelt.


Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Rosskastanie
  • Kroatisch: divlji kesten
  • Bosnisch: divlji kesten
  • Englisch: horse chestnut
  • Französisch: marronnier blanc, marronnier commun
  • Italienisch: ippocastano
  • Slowenisch: Navadni divji kostanj
  • Spanisch: Castaño de Indias
  • Tschechisch xxx
  • Ungarisch: Közönséges vadgesztenye, vadgesztenye



Wissenschaftlicher Name

Aesculus hippocastanum Linné, 1753



Namensherkunft

Rosskastanie: die Kastanie wurde von den Türken früher an Pferde, Rinder,... gegen Asthma und Parasiten verfüttert. Heute wird das nicht mehr praktiziert, da die Kastanie für Tiere stark giftig ist


Basionym

Aesculus hippocastanum Linné, 1753



Synonyme

  • Aesculus asplenifolia Loudon, 1842
  • Aesculus memmingeri K.Koch, 1869


Schutzstatus

  • Aesculus hippocastanum Linné, 1753 ist in Kroatien nicht geschützt.
  • Laut IUCN (siehe Links und Quellen) hat dieser Baum den Status NT und ist in Albanien bereits ausgestorben.
  • 2005 war die Rosskastanie in Deutschland Baum des Jahres.


Morphologie und Größe

Habitus


Die Rosskastanie ist ein eindrucksvoller Baum, der bis zu 200 Jahre alt werden kann. Typisch ist die große, runde Krone und der gerade Stamm.


Höhe: bis 20 Meter

Die Knospen

Habitus, Heselbach 08/2011









Die Blüte


  • Meistens erfreut und die Rosskastanie ab April mit ihren Blütenkerzen - es sind eigentlich Rispen in Pyramiedenform.
  • Die Blüten sind leicht asymmetrisch, die Kronblätter weiß.
  • Innen sind auf dem oberen Kronblatt größere meist rosa (bereits befruchtete Blüten), seltener gelbe Flecken (noch nicht befruchtet und nektarführend).
  • Blütezeit April
  • Blütenfarbe: weiß

Die Frucht


  • Die Rosskastanie hat eine Kapselfrucht, die im Oktober reif wird und sich dann auch öffnet.
  • Sie ist außen mehr oder weniger stachelig.

Der Stamm

Der gerade Stamm ist bei jungen Bäumen glatt, wird später rissig.





Das Blatt

Blatt Heselbach 08/2011


Das fünffingrige Blatt ist relativ groß. Die einzelnen Finger sind nur an der Basis miteinander verbunden. Die einzelnen Fiedern sind unterschiedlich groß, der Rand ist doppelt gesägt.

Es wird häufig von der Kastanienminiermotte befallen.












Ökologie

  • Wegen der frühen Blütezeit ist sie eine wichtige Bienenweide.


✔ Acronicta aceris Linné, 1758 - Ahorn-Rindeneule
✔ Zeuzera pyrina Linné, 1761 - Blausieb

Lebensraum

Entsprechend ihrem natürlichen Vorkommen bevorzugt sie Höhen ab 900 Meter und schattige, etwas feuchte Gebiete.


  • Aesculus hippocastanum Linné, 1753 ist Charakterart ist Charakterart von folgendem EUNIS-Habitat:
G1.A46221 - Balkan Range horse-chestnut ravine forests


Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Kroatien, Bulgarien, Albanien, Macedonien, Griechenland
  • Weitere Vorkommen: In ganz Europa eingebürgert

Nutzung

  • Die Früchte wurden früher bei Pferden als Asthmamittel eingesetzt. Heute weiß man, dass das für die Tiere tödlich enden kann.
  • Die Früchte werden allerdings von Wildschweinen gefressen. Wir verwenden sie gerne als Dekoration.
  • Zierpflanze: Der Baum ist ein äußerst beliebter Park- und Alleebaum. Wer einmal im April in Wien am Wienfluß entlang gefahren ist, wird diesen schönen Anblick nie vergessen.
  • Heilpflanze: Heute wird das Rosskastanienextrakt wegen ihres Gehalts an Saponinen und Gerbstoffen bei Venenleiden eingesetzt. Auch ein Tee aus den Blättern kann äußerlich angewendet werden.

Links und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj


  • Die Richtlinien für Kroatiens Fauna und Flora: [[1]]